sigint09 - Videos
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SIGINT09_3072_de_horch_mal_wer_da_funkt.mp4 view online 690.82 MB de 01:00 h
Horch mal, wer da funkt
Signal Intelligence selbstgemacht
Dank der ständig wachsenden Leistungsansprüche der Gaming-Community steht heutzutage in jedem Kinderzimmer mehr Signalverarbeitungskapazität als noch vor 10 Jahren in so mancher Dienststelle. Der Vortrag möchte zeigen, wie man mit Hilfe von GNU Radio und USRP sowie Baudline Funksignalaufklärung für den Heimgebrauch betreiben kann.
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Sprecher: | Andreas Bogk | 
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SIGINT09_3081_alternative_verguetungsmodelle.mp4 view online 679.25 MB - 02:00 h
Alternative Vergütungsmodelle
Kulturflatrate, Streetperformer, Spendenbutton?
Creative Commons schön und gut – aber wie lässt sich g'scheit im "nicht-kommerziellen" Bereich auch online wieder Geld einspielen? Impulsreferate zu alternativen Vergütungskonzepten und einem neuem Labelbegriff stehen der Diskussion auf dem Podium sowie mit dem Publikum vorweg und werden eine Einführung in das Thema bieten. Wir möchten herausfinden, welche Rolle Künstler, Label und Verwertungsgesellschaften heute sinnvoll einnehmen können.
Nach dem groben Scheitern von Kopierschutzsystemen stellt sich viel mehr die Frage danach, wo die Auseinandersetzung um Vergütung im Netz heute steht: In der Zwischenzeit haben sich viele interessante Modelle entwickelt, die es auf neuen Wegen schaffen, kreatives Gut zu finanzieren – und das ohne "All rights reserved". Ferner scheint aber die Verwaltung von sogenannten "Remixes" – wie sie sich etwa zuhauf auf YouTube finden – noch sehr stiefmütterlich behandelt. Grund genug, wieder einmal mit Musikmachern, -verwertern, Wissenschaft und Internetwirtschaft zusammenzukommen.
Sprecher: | Frank Dommert | Frank Kühl | Robert Drakogiannaki | Stefan Krempl | Volker Grassmuck | 
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SIGINT09_3084_de_greenpeace_campaigning_2punkt0.mp4 view online 687.23 MB de 01:00 h
Greenpeace Campaigning 2.0
Aktionen auf der Straße und im Web
Greenpeace ergänzt und modernisiert seine Kampagnenkommunikation im Netz. Unsere Strategie ist es die Aktivitäten auf der Straße mit den Aktivitäten im Netz zu verbinden, um so den Druck zur Veränderung in Politik und Industrie zu verstärken. Einen großen Schritt nach vorne auf diesem Weg bedeutet der Start der Kampagnen-Plattform "GreenAction.de". Mit GreenAction startet Greenpeace die erste Kampagnen-Plattform für Umweltthemen, die allen offen steht. Die Community organsiert und kommuniziert eine medienunabhängige Gegenöffentlichkeit. Wir führen die Menschen aus unterschiedlichen Zielgruppen an einem Ort und auf einer Plattform zu einer Community zusammen, geben ihnen eine Stimme und zeigen ihnen, dass sie etwas verändern können. Jeder Einzelne erfährt jetzt, was sein Engagement bewirkt und wie Gegner reagieren.
Greenpeace ergänzt und modernisiert seine Kampagnenkommunikation im Netz. Unsere Strategie ist es die Aktivitäten auf der Straße mit den Aktivitäten im Netz zu verbinden, um so den Druck zur Veränderung in Politik und Industrie zu verstärken. Einen großen Schritt nach vorne auf diesem Weg bedeutet der Start der Kampagnen-Plattform "GreenAction.de". Mit GreenAction startet Greenpeace die erste Kampagnen-Plattform für Umweltthemen, die allen offen steht. Die Community organsiert und kommuniziert eine medienunabhängige Gegenöffentlichkeit. Wir führen die Menschen aus unterschiedlichen Zielgruppen an einem Ort und auf einer Plattform zu einer Community zusammen, geben ihnen eine Stimme und zeigen ihnen, dass sie etwas verändern können. Jeder Einzelne erfährt jetzt, was sein Engagement bewirkt und wie Gegner reagieren. In der Community werden Umweltthemen und Projekte vorgestellt und gemeinsame Aktionen organisiert. Jede geeignete Greenpeace-Kampagne soll sich online wiederfinden. Wir geben den Community-Mitgliedern Tools und Features an die Hand, mit denen mit einem Klick partizipieren können. Wir bieten einfache und niedrigschwellige Teilnahmemöglichkeiten für den Einstieg. Registrierte Community-Mitglieder erhalten die Möglichkeit, eigene Diskussionen und Aktionen zu initiieren. Wir öffnen uns dem Dialog mit ihnen und fordern die Online-Aktiven auf, uns zu inspirieren, Ideen zu entwickeln die wir gemeinsam umsetzten können. Der Vortrag zeigt, welche Strategie Greenpeace im Web verfolgt und wie die Kommunikation in Social Networks hilft Kampagnen zu gewinnen. Am Beispiel "Klimaunterschrift-Vattelfall.de" zeigt Greenpeace wie die Organisation Aktionen auf der Straße mit Aktionen im Web verbindet, um so den Druck auf Industrie und Wirtschaft zur Veränderung aufzubauen. Im Preview zeigt Greenpeace die neue Plattform Greenaction.de, die sich zurzeit in der closed Beta-Phase befindet. Im Frühsommer 2009 wird Greenaction.de gelauncht.
Sprecher: | Volker Gaßner | 
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Greenpeace auf MySpace
Greenaction.de Viral-Spot
Homepage Greenpeace Deutschland e.V.
Offene Kampagnenplattform
Greenaction Twitter
Greenpeace auf facebook
Greenpeace auf YouTube
Greenpeace auf Twitter
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SIGINT09_3107_de_das_neue_grundrecht.mp4 view online 680.97 MB de 01:00 h
Das neue Grundrecht
...auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme
Welche Folgen hat das Urteil zur Online-Durchsuchung für die Beschlagnahme und Durchsuchung von informationstechnischen Systemen jenseits des umstrittenen "Bundestrojaners"? Wie muß die Praxis von Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen angepaßt werden angesichts der Tatsache, daß die Mehrzahl der Deutschen privateste Daten auf Handies, Laptops oder PDAs speichert?
Nachdem die verdeckte Online-Durchsuchung heftig umstritten war und derzeit mit mehreren Verfassungsbeschwerden angegriffen wird, ist es an der Zeit, die Praxis der Ausforschung informationstechnischer Systeme generell zu überdenken und neuzujustieren. Denn die richterliche Zustimmung für solche Eingriffe, auf die häufig verwiesen wird, hat sich in der Praxis als wenig wirksame Kontrolle erwiesen. Was muß also verändert werden?
Sprecher: | Constanze Kurz | 
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SIGINT09_3115_de_richtlinien_fuer_staatliche_it.mp4 view online 686.30 MB de 01:00 h
Richtlinien für staatliche IT
Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0
Auf der ver.di-Konferenz „Staatliche Verantwortung und Öffentliche Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft“ im Herbst 2008 verabschiedete unter dem Motto "Die Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft stärken!" eine breites Bündnis (von CCC-Vertretern über den Städte- und Gemeindebund bis hin zum Bundesinnenministerium) das "Berliner Manifest". Es setzt Leitideen und Rahmenbedigungen öffentlicher Dienstleistungen des Staates in der Informationsgesellschaft. Auf der SIGINT wird das Manifest durch die Koordinatorin des Prozesses, Annette Mühlberg, vor- und zur offenen Diskussion gestellt.
Wortlaut des Berliner Manifests: Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0 1. Grundversorgung und offener Zugang! Offener Zugang zum Internet gehört heute zu den unverzichtbaren Voraussetzungen einer Informationsgesellschaft. Nicht am Internet teilhaben zu können, bedeutet den Ausschluss aus weiten Teilen des gesellschaftlichen und familiären Lebens, Ausschluss von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten, von demokratischer Teilhabe – privat, wie beruflich. Jeder Bürger - ob in Stadt oder Land, ob arm oder reich, ob behindert oder nicht - benötigt Zugang zum Internet mit ausreichender Bandbreite. Um die „digitale Spaltung“ von Arbeits-welt und Gesellschaft zu verhindern, gilt es: Die Grundversorgung neu zu definieren, Zugang für alle Menschen auch dadurch zu garantieren, dass Dienstleistungen von „Mensch zu Mensch“ erhalten bleiben und in der Arbeitswelt alle Beschäftigten (z.B. auch Arbeiter) Zugang zu Intra- und Internet bekommen. 2. Wissen teilen, Wissen mehren! Bildung und Zugang zu Wissen sind Grundrechte von zunehmender Bedeutung. Neue Tech-nologien haben Zugang und Austausch von Informationen und Wissen grundlegend erleich-tert. Diese Chancen sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Teilhabe sowie kooperativen Arbeitens wollen wir erhalten, nutzen und fortentwickeln. Eine kalkulierte Verknappung der Informationsvielfalt, die Einführung technischer Barrieren und die schrittweise Privatisierung von öffentlichen Wissensbeständen ist ein Vergehen an der Allgemeinheit. Demokratische Teilhabe am öffentlichen Geschehen ist auf offenen Zugang zu Wissensbeständen angewiesen. Gesetze müssen so gefasst sein, dass sie die Teilhabe an Wissen und Kultur nicht behindern, sondern fördern. Gemeinschaftsgüter müssen durch offene Nutzungslizenzen, wie Creative Commons und General Public License, vor privater Vereinnahmung geschützt werden. 3. Keine Privatisierung öffentlicher Güter im virtuellen Raum! Öffentliche Archive, Bibliotheken, Museen und andere Kulturstätten gehören der Allgemein-heit – deren Bestände und Schätze auch in digitalisierter Form. Ihre Veräußerung oder Ab-tretung an private Einrichtungen muss unterbleiben. Was mit öffentlichen Geldern oder Zuschüssen finanziert wurde, muss für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein und sollte entsprechend der neuen technischen Möglichkeiten auch digital öffentlich und weitgehend kostenfrei nutzbar gemacht werden. 4. Selbstverwaltung und öffentliche Steuerungsfähigkeit stärken! Die öffentliche Daseinsvorsorge hat in vielen europäischen Ländern eine lange Tradition, die gesellschaftliche Errungenschaften wie soziale Kohärenz und Chancengleichheit fördert. Bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie darf die öffentliche Selbstverwaltung und demokratische Steuerungsfähigkeit öffentlicher Körperschaften nicht ausgehöhlt werden. Die Öffentliche Hand muss auch in der Informationsgesellschaft weiterhin die Grundversor-gung mit öffentlichen Leistungen gewährleisten können. Durch Auslagerungen, Privatisie-rungen und sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) werden Selbstverwaltung und Steuerungsfähigkeit wegen vorgeblicher „Effizienzsteigerungen“ oder „Kostenreduktio-nen“ oft genug an private Unternehmen abgetreten – mit oftmals nicht zu vertretenden Folgen für die breite Öffentlichkeit. Die öffentliche Hand muss im IT-Bereich in der Lage sein, zu beurteilen, was sie einkauft, Kosten realistisch einzuschätzen, um Investitionsruinen zu vermeiden und, wo erforderlich, Leistungen selbst zu erbringen. Dazu benötigt sie ausreichendes und gut qualifiziertes (IT-) Personal. Mangelnde technische Kompetenz im eigenen Hause würde einen unüberschaubar hohen Grad der Abhängigkeit von privaten Unternehmen erzeugen. Das wäre ein Steue-rungs- und somit ein Demokratieproblem. 5. Verlässliche demokratische Verfahren und Standards! Verfahrenstransparenz und Vertrauenswürdigkeit von Informationsquellen sind zentraler Be-standteil des eGovernment. Wir müssen vermeiden, dass öffentliche Verwaltungsprozesse im Zuge ihrer Elektronifizierung intransparent und unkontrollierbar werden. Das gilt sowohl für technische als auch organisatorische Aspekte. Drei zentrale Bereiche: 1. Bürger müssen sicher sein können, dass Wahlen korrekt verlaufen. Durch den Ein-satz von Wahlcomputern, würde der Bürger derzeit gezwungen, die Kontrolle über das Ver-fahren abzugeben und könnte nur hoffen, dass der Computer die Daten, entsprechend seines Wahlentscheids, weiterleitet. I. Die städtische Domain ist das virtuelle Tor zur Stadt. Sie zu verkaufen oder mehrheitlich an private Betreiber abzutreten, löscht öffentlichen Raum im Internet. Die Vermarktung der Site darf nicht wichtiger werden, als die Bereitstellung öffentlicher Informationen und Angebote; die städtische Präsenz im Netz nicht auf eine Nische in einem Medienmischkonzern reduziert werden. Bei Privaten Anbietern wäre unternehmenspolitisch motivierte Information von offizieller, gemeinwohlorientierter Information nur schwer zu unterscheiden. II. Ob Call Center oder elektronische Bürgerplattform - wenn sich der Bürger an seine öffent-lichen Einrichtungen wendet, sei es telefonisch oder per eMail, muss er wissen, dass er tat-sächlich öffentlich Bedienstete kontaktiert. Für die Verlässlichkeit demokratischer Standards und Strukturen muss das öffentliche Ange-bot vom privaten klar unterscheidbar, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit der Quelle bei öffentlichen Angeboten gewährleistet sein. 6. eGovernment mit offenen Standards! Der Austausch mit der Verwaltung muss technisch so gestaltet werden, dass Bürgerinnen und Bürger ihre private Computer-Ausstattung nicht den Vorgaben bestimmter (proprietärer) Computer- oder Software-Produkte unterwerfen müssen, um an den öffentlichen Angeboten teilnehmen zu können. eGovernment benötigt Netzneutralität sowie offene Standards, beispielsweise bei Dokument-formaten, Signaturen, Softwareanwendungen. Nur sie ermöglichen problemlosen techni-schen Austausch und die Konkurrenz kommerzieller Ausstatter. Die digitalen Infrastrukturen des Staates dürfen nicht in Abhängigkeit von Herstellern geraten. E-Government-Anwendungen müssen auf einer transparenten, verlässlichen und demo-kratisch kontrollierten technischen Infrastruktur aufgebaut werden und dürfen nicht zu Ein-schränkungen der öffentlichen Selbstverwaltung führen. 7. Kritische Infrastrukturen sichern! Ob Kernkraftwerke, Krankenhäuser oder Hartz IV-Vergabestellen - die Nutzung von IKT darf weder selbst zur Gefährdung dieser Einrichtungen (durch Online-Manipulation) führen noch dürfen Einrichtungen, die der Grundversorgung dienen, derart von IKT abhängig sein, dass sie, bspw. durch einen anhaltenden Stromausfall, nicht mehr funktionsfähig wären. Technische Krisen (bspw. Computerausfall zum Zeitpunkt der Hartz IV-Auszahlung) haben be-reits in einigen Gemeinden dazu geführt, „manuelle Back-Up-Systeme“ bereitzustellen. Es ist wichtig, auch im sozialen Bereich, sogenannte „kritische Infrastrukturen“ zu identifizieren und gegebenenfalls Alternativen zu digitalen Arbeitsprozessen anzubieten. 8. Daten- und Persönlichkeitsschutz verwirklichen! Jegliche Form des Datenmissbrauchs muss gesetzlich (im öffentlichen und privaten Bereich) und durch entsprechende technisch-organisatorische Vorkehrungen unterbunden werden, so die Weitergabe und Verknüpfung von personenbezogenen Daten zu Marketingzwecken, zur Erstellung von Personenprofilen etc. Die elektronische Überwachung von Arbeitnehmer-Innen muss geahndet, das Arbeitnehmerdatenschutzgesetz endlich eingeführt werden. Bei jeder personenbeziehbaren Datensammlung und –speicherung ist das Prinzip der Da-tensparsamkeit zu beachten; in manchen Fällen muss gänzlich auf elektronische Datener-fassung verzichtet werden. Datenvorratsspeicherung und Online-Durchsuchungen müssen unterbleiben, bereits angelegte Vorratsdatenspeicher reduziert, der Schutz der Privatsphäre (privat und beruflich) gewahrt werden. Bürger müssen die letzte Entscheidungshoheit über die Verwendung ihrer persönlichen Daten behalten. Das „Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung“ (BVerfG) ist in der Informationsgesellschaft unverzichtbar. 9. eDemokratie für Arbeitnehmer, Mitbestimmung stärken! eDemokratie muss auch für die Erbringer der Öffentlichen Dienste gelten: Eine demokratische Gesellschaft braucht Mitbestimmung und Koalitionsfreiheit. Die entspre-chenden Gesetze (wie BetrVG, BPersVG, LPersVGs) müssen gestärkt und dem Informati-onszeitalter angepasst, aktuelle Verschlechterungen zurückgenommen werden. Die Koalitionsfreiheit und das Recht, sich betrieblich gewerkschaftlich zu betätigen, muss auch in einer elektronisch vernetzten Welt mit veränderter Arbeitsorganisation gewährleistet sein. Wenn das „schwarze Brett“ verstaubt und die Arbeit zunehmend dezentral erbracht wird, bedarf es des Zugangs von Beschäftigten, Personal- und Betriebsräten sowie von Ge-werkschaften zum Intranet und E-Mail-System der Verwaltungen und Betriebe. Alle Beschäf-tigten benötigen einen freien und unzensierten Zugang zum Intra- und Internet. 10. Öffentliche Daseinsvorsorge nicht IT-Lobbyisten überlassen! Öffentliche IKT-Infrastrukturplanung und die Gestaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen für Arbeitswelt und Gesellschaft dürfen nicht in die Hand von IT-Lobbyisten gelegt werden. Es müssen (wieder) Strukturen aufgebaut werden, die nicht am privaten Gewinn, sondern am Gemeinwohl orientiert sind. Dazu benötigen wir engagierte medienkompetente Politiker und Bürger. Unsere Gesellschaft sozial zu gestalten, heißt auch, die Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft zu stärken! Mit diesem Manifest anlässlich der ver.di-Konferenz „Öffentliche Dienste 2.0“ wollen wir die politische Debatte anregen. Wir freuen uns über Ihre/Deine Kommentare und Anregungen auf www.governet.de/7/, wo wir dieses Manifest zur öffentlichen Diskussion stellen. Berlin, den 5. September 2008 Achim Meerkamp, Mitglied des ver.di Bundesvorstands, Bundesfachbereichsleiter Bund, Länder, Gemeinden André auf der Heiden, Mitglied des Präsidiums des ver.di Bundesfachbereichsvorstands Gemeinden Annette Mühlberg, Leiterin Referat eGovernment, Neue Medien, Verwaltungsmodernisierung beim ver.di Bundesvorstand, Fachbereich Gemeinden Erstunterzeichner: Achim Meerkamp, Mitglied des ver.di Bundesvorstands, Bundesfachbereichsleiter Bund, Länder, Gemeinden André auf der Heiden, Mitglied des Präsidiums des ver.di Bundesfachbereichsvorstands Ge-meinden Annette Mühlberg, Leiterin Referat eGovernment, Neue Medien, Verwaltungsmodernisie-rung ver.di Fachbereich Gemeinden; Europäische Internetnutzervertreterin bei ICANN Henning Lühr, Staatsrat bei der Senatorin für Finanzen Bremen Carola Fischbach-Pyttel, Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsverbands für den öffentlichen Dienst (EGÖD), Brüssel Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) Prof. Dr. Klaus Lenk, Universität Oldenburg, Verwaltungswissenschaft Heide Rühle, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) Prof. Dr. Wolfgang Coy, Informatik in Bildung und Gesellschaft, Humboldt-Universität zu Berlin Kathrin Lang, Vorsitzende Gesamtpersonalrat Landeshauptstadt Düsseldorf, Mitglied des ver.di Bundesfachbereichsvorstands Gemeinden Petra Buhr, Koordinatorin Netzwerk Freies Wissen, Dresden padeluun, FoeBuD e.V., Bielefeld Gisela Schwellach, IT-Direktorin bei der Senatorin für Finanzen Bremen Dr. Werner Rügemer, Publizist, Vorsitzender von Business Crime Control (BCC) Wolf Ludwig, Vorstand comunica-ch, Neuchâtel Doris Hülsmeier, Gesamtpersonalrat für das Land und die Stadtgemeinde Bremen Dr. Volker Grassmuck, Projektleiter iRights.info, Berlin Constanze Kurz, Chaos Computer Club (CCC), Berlin Markus Beckedahl, netzpolitik.org, Berlin Peter Bittner, Mitglied des Beirats des Forums Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF), Köln Dr. Imke Sommer, IT-Rechtsreferentin bei der Senatorin für Finanzen Bremen Harald Giesecke, ver.di Bundesfachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe (SKJ), Berlin Matthias „Wetterfrosch“ Mehldau, Chaos Computer Club (CCC), Hamburg Stefan Neugebauer, Gesamtpersonalrat Landeshauptstadt Düsseldorf Andreas Schmidt, Leiter der Arbeitsgruppe Sicherheit und Geheimschutz der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), Berlin Harald Letsch, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Jena/Saale-Holzland-Kreis
Sprecher: | Annette Mühlberg | 
Links:
PDF des Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0
governet.de - Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0 im Forum für demokratisches eGovernment der ver.di
Unterschreiben des Berliner Manifestes (online)
Diskussion und Kommentation des Berliner Manifests (online)
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SIGINT09_3117_de_datenschutz_in_grosskonzernen.mp4 view online 675.49 MB - 02:00 h
Datenschutz in Großkonzernen
Realität zwischen Kunden, Arbeitnehmern und Staatswesen
Nach einem Überblick über die für den betrieblichen Datenschutz relevanten Aspekte durch den Datenschutzberater Christian Semmler wird Googles Datenschutzbeauftragter Per Meyerdierks ein Statement zur Praxis des Suchunternehmens abgeben. In der anschließenden Diskussionen sollen zusammen mit Norbert Warga (ver.di) erstrebenswerte Prinzipien und Maßstäbe für einen zeitgemäßen Datenschutz in der Wirtschaft ergründet werden.
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Sprecher: | Christian Semmler | Norbert Warga | Stefan Krempl | 
Links:
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SIGINT09_3121_en_paranoid_machines.mp4 view online 688.72 MB en 01:00 h
Paranoid Machines
threads of symptom and haunting woven throughout the history of mnemotechnics
From the supernatural mass murder which inspired the Arts of Memory to the atomic alien conspiracies which spawned the Web, information technology has always been paranoid.
Contrary to post-human mythologies of escape, we cannot flee into the purity of information and code, because the messy conspiratorial logic of sex-dirt is in fact the paranoid logic of code itself. From the supernatural mass murder which inspired the Arts of Memory to the atomic alien conspiracies which spawned the Web, information technology has always been paranoid. Long before before porn and spam turned obfuscation into a business model, the pure orderly logic of code was already infested with bugs of the meat. This talk covers several thousand years of information technology and its corresponding mythologies, following threads of symptom and haunting woven throughout the history of mnemotechnics. How does ancient gnostic cosmology influence the way we use computers? How did magicians, junkies and sexual deviants give us computers, programming and rocket science? How did a cave in Kentucky became the blueprint of cyberspace? How did a moth presage y2k and terrorist paranoia? How is the crashed flying saucer at Roswell tied to the origins of hypertext? Much of this will be examined through the gnostic allegory of the 1983 Dinsey movie, Tron.
Sprecher: | Jason Brown | 
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twitter: @zota
Machine Project
Betalevel
Superunker
Obscurantist
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SIGINT09_3123_en_technology_transfer_from_the_east_to_the_west.mp4 view online 687.19 MB en 01:00 h
Technology transfer, surveillance technology and traffic from the east to the west
Recognizing the value of industrial espionage and friendship between the East and West after the Cold War
Me, as an information dealer from the East, I am trying to facilitate the selling of the best ideas and technology from the East to the West. Sebastian Big, a citizen from the Maramures region in Romania (now living in Amsterdam) wants to sell this user-friendly surveillance technology to the powers of the West. Because it is cheap, do-it-yourself, recyclable, efficient and has a long pedigree.
A lot of the former might of the East was just huge chemical-industrial plants that were sold out to the highest bidder. All the technological muscle of the heavy industrial East was just taken apart and scattered in the four winds. Both the Eastern and the Western imagery of technological transfer was riddled by espionage – hidden, ideologically determined double agents trafficking technology (mostly nuclear) from one side to the other with catastrophic consequences. The optical surveillance and defense military technology goes back to the Syracusian Greek Archimedes using mirrors as anti-personnel weapons against the Roman fleet and extends well into the Reagan era Star Wars program of Strategic Defense Initiatives using space mirrors and space lasers. In the region of Transylvania in Romania, car rear view mirrors have been used frequently as the basic form of local surveillance technology. Neighborhood crime watch or private crime watch in Transylvanian cities (as seen in the attached picture taken in Sibiu/Hermannstadt in 2007) was based on recycling optical car-technology. The local surveillance technology meant attaching the rear window mirror to your house so that you could check up on who is coming and going around the house.
Sprecher: | megatron | 
Links:
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SIGINT09_3130_de_soziale_medien_fuer_politische_kampagnen_nutzen.mp4 view online 688.31 MB de 01:00 h
Soziale Medien für politische Kampagnen nutzen
Erfahrungen mit netzpolitik.org
Soziale Medien wie Blogs und Twitter eignen sich hervorragend zur Kommunikation – und können auch für politische Zwecke eingesetzt werden. Ohne viel Kosten kann man damit neue Kommunikationskanäle aufbauen, über politische Prozesse berichten, diese dokumentieren und kommentieren sowie Kampagnen begleiten und starten. Blogs und soziale Medien sind aber mehr als nur ein Kanal. Durch die Vernetzung vieler Blogs können dezentrale Strukturen entstehen, um schnell Nachrichten und Kampagnen-Informationen zu verteilen und Menschen zu mobilisieren, sich selbst mit Hilfe des Internets politisch zu engagieren und sich an unserer Demokratie zu beteiligen.
Der Vortrag soll einen Überblick über fünf Jahre Erfahrungen mit netzpolitik.org geben. Das Blog hat sich mittlerweile als Informationsfilter und auch immer mehr als Kampagnenplattform für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter etabliert. Mit Hilfe des Vortrages soll das Potential von sozialen Medien für politisches Engagement gezeigt und Tipps und Tricks für das eigene Engagement vermittelt werden.
Sprecher: | Markus Beckedahl | 
Links:
http://www.netzpolitik.org
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SIGINT09_3131_de_open_government.mp4 view online 673.62 MB de 02:00 h
Open Government
Anforderungen an das maschinenlesbare Staatswesen
Nach einem Blick auf das hiesige Angebot des Staats in der digitalen Welt wird Markus Beckedahl einen Blick über den Tellerrand werfen und auf wegweisende IT-Projekte in anderen Ländern aufmerksam machen. In der anschließenden Diskussion soll erörtert werden, welche Prinzipien sowohl für die technische Umsetzung als auch die organisatorische Einbettung der Prozesse wichtig sind. Fragen des Datenschutzes im technisierten Staatswesen sollen ebenso aufgeworfen und die alte CCC-Forderung nach einer Maschinenlesbaren Regierung weiter ausformuliert werden.
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Sprecher: | Andreas Bogk | Annette Mühlberg | Markus Beckedahl | Markus Heidmeier | 
Links:
http://www.netzpolitik.org
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SIGINT09_3133_de_internetzensur_in_deutschland.mp4 view online 690.50 MB de 01:00 h
Internetzensur in Deutschland
und wie wir damit an der Nase rumgeführt werden
"Doppelter dokumentierter Kindesmißbrauch" – Internetzensur in Deutschland die als "Internet-Sperren gegen Kinderpornographie" verkauft wird.
Der geplante Vortrag wird sich u. a. mit Fragen wie den folgenden beschäftigen: - Wo stehen die Server, die andere Länder bereits heute Sperren? - Was sind die Fehler und Unwahrheiten in den Argumenten der Befürworter? - Warum werden die geplanten Sperren nichts bringen? - Warum wirken die geplanten Sperren als Täterschutz? - Wie fungieren die Netzsperren als Steigbügelhalter für weitergehende Internetzensur?
Sprecher: | scusi | 
Links:
Bundeshacker, DNS- oder Hybridsperren?
Wo stehen die Server die in Europa blockiert werden?
technische details zu meinen GeoIP Bildern
Neue Listen neue Bilder
Einblicke in die KiPoSzene
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SIGINT09_3134_de_datenschutz_fuer_administratoren.mp4 view online 685.57 MB de 01:00 h
Datenschutz für Administratoren
Was darf ich rechtlich machen?
Zu den Aufgaben von Administratoren gehört es, mit großen Datenmengen zu arbeiten. Oft genug sind dies auch personenbezogene Daten, die durch technisch-organisatorische Maßnahmen entsprechend geschützt werden sollten.
Der Vortrag wird eine kurze Einführung in die Thematik des Datenschutzes in Deutschland geben und Vorschläge unterbreiten, wie Administratoren sich verhalten und in ihrem Berufsumfeld Regeln erstellen können, die den Umgang mit diesen Daten auch rechtlich sicher machen. Es wird grob Datenschutz rechtlich erklären (was für Daten sind schützenswert, welche Besonderheiten gibt es), welche technisch-organisatorischen Maßnahmen man treffen sollte oder muss und wie man als Administrator mit entsprechenden Daten umgehen muss.
Sprecher: | Hanno 'Rince' Wagner | 
Links:
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SIGINT09_3135_de_ubiquitous_computing.mp4 view online 683.54 MB de 01:00 h
Chancen und Risiken von Ubiquitous Computing und Ambient Intelligence
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Es existiert ein hohes wirtschaftliches Potenzial für mobile und eingebettete Technologien, das für die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen genutzt werden kann, wodurch sich Geschäftsmodelle sowie zentrale Geschäftsprozesse deutlich verändern werden. Die Vertraulichkeit personenbezogener Daten, die Authentizität und Integrität aller beteiligten Instanzen sowie die Zuverlässigkeit essentieller Infrastrukturkomponenten stellen hierbei jedoch kritische Erfolgsfaktoren dar. Um den Anforderungen gerecht zu werden, muss eine Vielzahl unterschiedlichster Herausforderungen bewältigt werden, die anhand von konkreten Beispielen aus dem Finanzdienstleistungssektor beleuchtet werden sollen.
Die künftige Technologie-Evolution wird geprägt sein durch die Einbettung von Computern in den Alltag sowie die Interaktionen dieser eingebetteten Geräte mit ihrer Umgebung. Die Idee des Ubiquitous Computing wurde bereits Ende der 1980er Jahre von Mark Weiser vorgestellt und seitdem durch die rapide technologische Entwicklung immer realistischer. Weiser propagierte den allgegenwärtigen Computer, der unsichtbar und unaufdringlich den Menschen bei seinen Tätigkeiten unterstützt und ihn von lästigen Routineaufgaben befreit. Technik dient dabei als reines Mittel zum Zweck. Sie soll in den Hintergrund treten, um eine Konzentration auf die Sache an sich zu ermöglichen [1]. Zur Begriffsabgrenzung lassen sich die beiden Dimensionen Einbettung und Mobilisierung heranziehen. Während Mobile Computing für ein hohes Maß an Mobilität steht, bedeutet Pervasive Computing ein hohes Maß an Einbettung in die Umgebung, beispielsweise in Form eines intelligenten Hauses. Ubiquitous Computing steht dann für die Integration der individuellen Vorteile von Mobile und Pervasive Computing [2]. Der Begriff Ambient Intelligence resultiert wiederum aus der Konvergenz der Schlüsseltechnologien Ubiquitous Computing, Ubiquitous Communication sowie intelligenter Mensch-Maschine-Schnittstellen [3]. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei die Themen Datenschutz und Datensicherheit. Mit dem Vertrauen der Menschen in die Technologie sowie in die Anbieter oder Betreiber der Infrastrukturen, kontextbezogener Informationsbasen und moderner Dienstleistungen steht und fällt die Vision des Ubiquitous Computing. [1] Langheinrich, Marc; Mattern, Friedemann: Digitalisierung des Alltags. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 13. Okt. 2003, S. 6-12. [2] Lyytinen, Kalle; Yoo, Youngjin: Issues and challenges in ubiquitous computing. In: Communications of the ACM, Dez. 2002, Ausgabe 45, Nr. 12, S. 63-65. [3] Müller, Christian; Zimmermann, Hans-Dieter: Beyond mobile: research topics for upcoming technologies in the insurance industry. In: Proceedings of the 36th Hawaii International Conference on Systems Science, Jan. 2003, S. 197-204.
Sprecher: | Sebastian Schroeder | 
Links:
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SIGINT09_3139_de_epass_und_epa.mp4 view online 686.35 MB de 01:00 h
ePass und ePA
Fingerzeig auf Unsicherheiten in Prozeß und Hardware
Status Quo und Neuigkeiten um den eingeführten ePass, den kommenden elektronischen Personalausweis und die biometrische Vollerfassung.
Ende 2008 haben die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD dem Entwurf des Gesetzes über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis zugestimmt. Der Feldtest an der Bevölkerung kann nun also endlich auch auf alle Menschen ausgeweitet werden, die keinen biometrischen ePass besitzen. Der ePA hat in Zukunft drei neue Funktionen: Der Ausweis soll nun biometrische Daten in digitaler Form enthalten, ein elektronischer Identitätsnachweis im ePA soll Identitätsmerkmale für Online-Shopping oder ähnliche Anwendungen übermitteln und zusätzlich eine qualifizierte elektronische Signatur ermöglichen. Wenn das nicht nach Spaß für den geneigten Hacker riecht, was dann?
Sprecher: | Constanze Kurz | starbug | 
Links:
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SIGINT09_3148_de_die_politik_von_deep_packet_inspection.mp4 view online 688.16 MB en 01:00 h
Die Politik von Deep Packet Inspection
Wozu es genutzt werden kann, wofür es wirklich genutzt wird, und warum.
Ein Überblick über die verschiedenen Use-Cases für DPI, die vielfältigen Arten, es zu regulieren, und einige der damit verbundenen politischen Kämpfe um die Zukunft des Internet.
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Sprecher: | Ralf Bendrath | 
Links:
Bendrath DPI Paper, Feb 2009
DPacket.org (DPI info site)
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SIGINT09_3149_de_technologie_ueberwachung_und_privatheit_im_historischen_wandel.mp4 view online 682.87 MB - 01:00 h
Technologie, Überwachung und Privatheit im historischen Wandel
Warum das Panoptikon nicht das Modell für heute ist
Überwachung als das systematische Beobachten zur Kontrolle von Menschen ist historisch nichts neues. Die zu Grunde liegenden Technologien haben sich allerdings in den letzten 150 Jahren gewandelt, und damit haben sich auch die Prinzipien und Praktiken der Überwachung verändert.
Von der stationären Beobachtung durch Aufseher über die Mobilität von Aufzeichnungen durch Kameras bis zur automatischen Beurteilung von Daten mittels Computer haben neue Technologien immer wieder die Reichweite und Eingriffstiefe von Überwachungsmaßnahmen vergrößert. Im Gefolge dieser Entwicklung wurde auch das Verständnis von Privatsphäre und Datenschutz immer wieder angepasst. Der Vortrag wird diese Entwicklungen nachzeichnen und besonders auf aktuelle Trends eingehen. Er wird sich auch der Frage widmen, auf welche Gesellschaft wir hinsteuern und welches Verständnis von Privatheit dafür angemessen ist.
Sprecher: | Ralf Bendrath | 
Links:
Bendrath: Future of Privacy Chapter
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SIGINT09_3152_angelika_express.mp4 view online 680.16 MB - 02:00 h
Angelika Express
live - Abschlusskonzert
Konzert mit den Kölner Poppunkrockern von Angelika Express (www.angelika-express.de) Für Gäste mit Dauerkarten oder Tagesticket ist der Eintritt frei. Sie können sich die Eintrittskarten für das Konzert ab 18.00 Uhr an der Kasse im Foyer des Komed M7 abholen. Der Verkauf der Abendtickets beginnt ab 18.30 Uhr. Einlass: 20.00 Beginn: 20.30
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Links:
Homepage
 
SIGINT09_3154_de_die_zukunft_der_demokratie.mp4 view online 688.33 MB - 01:00 h
Die Zukunft der Demokratie - Alles Bingo oder was?
"Öffentlichkeit ist der Sauerstoff der Demokratie." - Günter Wallraff
Von verschiedenen Seiten wird das eVoting als Rettung der Demokratie gesehen, dass es Probleme zu geben scheint, zeigt nicht zuletzt das Urteil vom Bundesverfassungsgericht im März. Der Wahlrechsaktivist Oliver Knapp gibt in seinem Talk einen Rückblick auf bisherige elektronische Wahlsysteme, spricht über das Urteil vom Bundesverfassungsgericht und wagt einen Blick in die Zukunft unserer Demokratie.
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Sprecher: | Oliver Knapp | 
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SIGINT09_3157_die_zukunft_des_krieges.mp4 view online 686.59 MB de 01:00 h
Die Zukunft des Krieges
Cyberwarfare und seine Einbindung in die Kriegsführung
Die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Prozesse des Steuerns und Entscheidens, des Kommandierens und des Wahrnehmens sind mittlerweile eng informationstechnisch strukturiert. Ein Ausfall oder die Übernahme der Technik in diesen Bereichen käme oft dem Ausfall oder der Kontrolle gesellschaftlicher Grundlagen gleich. Damit ergibt sich militärische Relevanz. Informationstechnologien sind zu attraktiven Zielen gewachsen, und ein neuer Zweig der Kriegsführung entsteht: Cyberwarfare.
Ein scheinbar attraktives Unternehmen. Die Komplexität und Globalität der Vernetzung erlaubt gut getarnte und differenzierte Angriffe auf verschiedenste Ziele an jedem Punkt der Erde von jedem Punkt der Erde. Allerdings gibt es noch strukturelle Probleme. Veränderte Umgebungsbedingungen, schwer berechenbare Folgewirkungen, hohe Entwicklungskosten und eine Reihe derzeit kaum lösbarer kriegsrechtlicher Fragen erschweren die Entwicklung von effizienten Cyberstrategien. Der Entwicklung dieses Kriegszweigs tut das aber keinen Abbruch. Die Cyberkriegsführung kommt. Schließlich wird damit auch die Verbindung zwischen Cyberverteidigung und Privatheit interessant, wobei ein struktureller Widerspruch zwischen kriminalistischen und Verteidigungsinteressen sichtbar wird. Während kriminalistische Kontrollinteressen die Möglichkeit zentraler Eingriffe nationalstaatlicher Akteure in die Infosphäre einfordern, muss Cyberverteidigung genau diese Möglichkeit grundlegend verhindern. Der Vortrag gibt einen Einblick in den Stand der Dinge. Verschiedene Operationstypen werden vorgestellt, in die Cyberwarfare eingebunden werden soll, die gegenwärtigen Probleme und mögliche zukünftige Ausrichtungen und Konflikte.
Sprecher: | Sandro Gaycken | 
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SIGINT09_3158_de_sollte_sicherheitstechnik_demokratisiert_werden.mp4 view online 689.43 MB de 01:00 h
Sollte Sicherheitstechnik demokratisiert werden?
Ein fordernder Blick auf das Verhältnis von Technik und Politik
Insbesondere in der Sicherheitspolitik spielt Technik immer wieder eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht und bedingt gleichermaßen Strategien, Doktrinen, Vorgehensweisen und Gesetze. Trotz dieser dominanten und gesellschaftsstrukturierenden Rolle ist allerdings grundlegend unklar, ob und wie Sicherheitstechnik besonders politisiert werden soll. Mein Vortrag will sich mit dieser Frage beschäftigen und anhand der feststellbaren wechselseitigen Einwirkungen von Technik und Politik aufeinander Eingriffspunkte für politisches Handeln feststellen. Normative Forderungen für eine "Technopolitik" sollen aufgestellt werden.
Was verändert sich an Politik, wenn ihre Maßnahmen technisch gestützt werden? Eine Frage, die vielleicht paradox klingt. Wir stimmen ja nur höchst selten über Technik politisch ab. Aber genau das ist vielleicht ein Problem. Denn Technik beeinflusst die politischen Handlungsrahmen und Wertgefüge. Deutlich wird das etwa in der Sicherheitspolitik. Ihre Strategien und Zusammenhänge richten sich oft wesentlich an den technischen Möglichkeiten zu Überwachung, Aufklärung, Kontrolle und Gewalt aus und beeinflussen von dort aus andere politische Kontexte. Der Vortrag wird sich also dieser Frage widmen, um Klarheit in die Zusammenhänge zu bringen und normative Forderungen zu entwickeln. Zuerst soll dazu ein Eindruck entwickelt werden, wie die beiden Systeme Technik und Politik überhaupt aufeinander einwirken. Schafft sich die Politik ihre Technik selbst oder kommt die Technik „von außen“ als Möglichkeits- und Bedingungsgefüge auf die Politik zu? Neuere Diskussionen zur Annäherung von Technikdeterminismus und Sozialdeterminismus werden dabei einen Mittelweg zwischen den analogen politikbezogenen Extremen weisen, die entweder behaupten, dass Technik die Politik bestimmt (Technokratie), oder dass Politik die Technik bestimmt (politischer Dezisionismus). Ein Ergebnis der Untersuchung wird sein, dass Technik sowohl eigene Anteile als auch soziale Interessen in die Politik einträgt, wobei allerdings nicht alle eingetragenen Interessen auch die der politischen Nutzer sein müssen. Daraus schließlich ergibt sich die normative Problematik, die folgend erarbeitet werden soll. Denn wenn Technik Möglichkeiten, Bedingungen und fremde Interessen in die Politik einträgt, ist sie auch in der Lage, die politischen Ziele und Werte zu verschieben. Muss sie damit also politisiert und der Abstimmung zugänglich gemacht werden? Und in welchem Rahmen könnte so eine „Technopolitik“ stattfinden? Abschließend sollen die gewonnenen theoretischen Einsichten noch einmal exemplarisch angewandt werden. Der besonders techniklastige Bereich der Sicherheitspolitik soll problematisiert, analysiert und beurteilt werden.
Sprecher: | Sandro Gaycken | 
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SIGINT09_3164_de_turn_off_the_stockholm_program.mp4 view online 683.11 MB - 01:00 h
Turn off the Stockholm Programme!
Campaign against the next five-years plan for EU homeland affairs
Following Tampere 1999 and Hague 2004, the EU plans to decide the next five-year plan on "Justice and Home Affairs" (JHA) this year. After the implementation of data retention and new databases, the creation of "Frontex" and the "European Security Research Programme", the "harmonization" of terrorism laws and more surveillance of the internet, next severe changes are foreseen to bet set in the new guideline. Under swedish EU presidency in the second half of 2009, probably in November or December, the ministers of interior and justice will meet to agree the new "Stockholm Programme". A self-announced "Future Group" of some of the ministers, initiated under german EU presidency 2007, already published the wishlist "European Home Affairs in an open world": An EU population register, ‘remote’ forensic searches of computer hard drives, internet surveillance systems, more implementation of satellites and ‘drone’ planes for surveillance, automated exit-entry systems operated by machines, autonomous targeting systems, risk assessment and profiling systems, e-borders, passenger profiling systems, an EU ‘entry-exit’ system, joint EU expulsion flights, dedicated EU expulsion planes, EU-funded detention centres and refugee camps in third countries (even "overseas"), expansion of the para-military European Gendarmerie Force, deployment of EU Battle Groups, crisis management operations in Africa, permanent EU military patrols in the Mediterranean and Atlantic, more power for EU agencies, interlinking of national police systems, an EU criminal record, a permanent EU Standing Committee on internal security (COSI) dealing with operational matters, more partnerships with the security industry. By 2014, the ministers wish to establish a "transatlantic security partnership" between the EU and USA, that can be seen as a kind of a "domestically NATO". NATO strategists on the other hand approach to internal politics by claiming in the paper "Towards a grand strategy in an uncertain world" that military could only supply "strong defence" if there is a "strong homeland security". Simulating a "participation of the citizens", the EU organized a "survey" asking online opinions towards the changes foreseen in the "Stockholm Programme". Participants could only choose between provided answers, that didn't allow any serious critique towards the plans. Only 700 user were counted. For more information see the studies of Statewatch: http://www.statewatch.org/analyses/the-shape-of-things-to-come.pdf Gipfelsoli: http://www.gipfelsoli.org/Gipfelsoli/Gipfelsoli_english/5575.html
We urge to act quickly and europeanwide against the "Stockholm Programme": * We see a realistic chance to influence the decisions by mobilising a critical civil society and forcing a discussion about the wishlist of the ministers. * There is a lack of an europeanwide understanding of "home affairs" politics. * The consequences of the new "Stockholm Programme" will not be recognized until a few years later, if they are ratified in the EU member countries. * Many struggles and campaigns against changes concerning surveillance and control are acting nationwide, while the decisions are made on a european level. * The responsible national politicians prevent to "be forced" to implement european guidelines into national law, which is formally true. But, like the german minister of interior at the EU presidency 2007 or president Sarkozy 2008, they are also important actors in setting these guidelines on the european level. * The "crisis" will lead to more repression and boost the security industry. * The fact that the presidency is to be held by Sweden (as a country that sees itself under democratic tradition with a high value of civil rights) might help to scandalize the foreseen changes, e.g. for migrants, regulation of internet, but also the shrinking of military and police. * There are no strong, actively working european networks of civil liberty and antirepression groups. Although the structures exist (European Civil Liberties Network ECLN, Repression Network ESF, European Legal Team ELT, noborder network, Frassanito, Chaos Computer Club), there is no collective collaboration. The campaign might help bringing them together. * We might link to the succesful struggles and structures that took place in recent years (and with the "crisis" in recent months): The migrant revolts in France, Spain and Italy, mass protests at G8 and NATO summits, the "Freedom not fear" actiondays. The campaign against the "Stockholm Programme" started in summer 2008 and ends in December 2009 and consists of three pillars: As a first pillar we researched the last five-years plans (Tampere and Hague) and analyzed the wishlist of the minsiters of interior for the new programme, that led us to write several articles and studies to make the problem known among human and civil rights groups, critical lawyers, activists. We took part at meetings of the social movements, like the European Social Forum in Malmö to make contact to groups in Sweden, Denmark and other countries. We made contact and met with other groups, such as Statewatch, other members of ECLN, civil rights groups and activists in Germany to develop two calls against the "Stockholm Programme": One to gather as much groups as possible under a common campaign to raise awareness about the problem; another to link the protests against NATO in April, G8 in July (in Italy with the inofficial slogan "We produce security"), the noborder camp against Frontex in August (Lesvos, Greece), the european actionday "Freedom not fear" in September and the "Stockholm Programme". We produced a presentation to hold lectures and workshops and organized an "Infotour" in France and Germany in the run up of the NATO summit in Strasbourg and Baden-Baden. Our aim was to point out the "comprehensive approach" of both military and police building up the "global security architecture". We initiated an actionday at the protests against the NATO summit to go deeper into this issue. This was the official, public begin of the campaign. The actionday marked the starting point of the second pillar, the europeanwide Infotour. Continuing in May 2009, we want to spread first in Scandinavia and Germany, followed by other countries in Europe (priorities are Italy, France, Poland, UK, Switzerland, Austria) to inform about the campaign and helping to boost the networks of civil rights, activists, lawyers and migration. We will produce materials like leaflets, stickers, posters to distribute and collect all activities on the website that we already started (http://stockholm.noblogs.org). The Infotour should help to discuss and design the third pillar, a common action. Unless the "physical" expression of protest and resistance yet remains unclear, we want to evaluate how we might give birth to a common european finale of the campaign. Probably it makes no sense to call for a europeanwide mass mobilisation for Stockholm in November or December. There will be the foreseen very big protest in Copenhagen in December against the Kyoto II "climate summit", so not many people will make their their way twice to Scandinavia (beside the circumstance that the meeting in Stockholm will be scheduled around the date of the Copenhagen summit). But swedish groups announced to have a demonstration in Stockholm anyway, that might be called for mostly in Scandinavia. To solve this, there might be decentral protests in countries that participate in the campaign. Another idea for a common protest is to hold an "online demonstration" targetting websites of european police agencies, that we might call "online remote search" (which is planned by the ministers, carried out by Europol) to make clear what we are protesting against. The collected ideas and opinions that we bring from the "Infotour" should lead to a decision at an international preparation meeting.
Sprecher: | Gipfelsoli | 
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Multilingual Campaign Website
Study about future politics concerning EU home affairs
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SIGINT09_3166_en_sigkill_imminent.mp4 view online 687.49 MB - 01:00 h
SIGKILL imminent
Novel Robot Uprising Mitigation Strategies
As we all know, computers are advancing at an incredible rate. How long will it take them to switch from obeying what we teached them, to gain the ability to think and turn over our system? While we've seen this scenario imagined in many movies, it has been rarely ever talked about how to protect yourself in the event of a robot army deciding to mass execute SIGKILL death on all of mankind. This basic but most frightening humanitarian problem is even more escalated as more and more robots are able to reproduce, while more and more scientists are researching possible ways to create an AI and autonomus military killing machines, that may or may not need a person monitoring its behaviour.
Our talk on 'The Future of Everything' will introduce the audience to current development in the field of robotics, while specifically dealing with DIY culture and projects such as the RepRap, MakerBot, and supporting groups. One of the main points will also question the actuality and reasonableness of Asimov's robotic laws, and how these must be adapted over the course of time. After going through possibilities of reasons for an upcoming robot rebellion and uprising, we will focus on possible danger multiplicators as well as strategies to avoid them, and how to react in a potential case of an attack. What advantages will humans still have over a robot armada in the near future? What knowlege should we strive to acquire before an attack, and what key facts should we always remember for the furture? Knowlege of our technological cobweb is the only way to ensure victory when we have no one to rely on but ourselves.
Sprecher: | Astera | George Shammas | 
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SIGINT09_3169_de_datenschutz_und_was_tun_die_gewerkschaften.mp4 view online 690.82 MB - 01:00 h
Datenschutz - und was tun die Gewerkschaften?
Fokus Datenschutz für Arbeitnehmer
Wenn von "den Gewerkschaften" gesprochen wird, handelt es sich im Rahmen dieses Vortrags um den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften, also IG Metall, verdi, IG BAU, IG BCE, GEW, NGG, Gewerkschaft der Polizei und Transnet. Im Vortrag sollen gewerkschaftliche Positionen zum Arbeitnehmerdatenschutz referiert werden, aber auch Ergebnisse einer Studie gezeigt werden, die schon 2007 von verdi beauftragt wurde. Sie belegt, was der Big Brother Award jedes Jahr aufs neue klarmacht: Arbeitnehmerbespitzelung ist betrieblicher Alltag. Der Vortrag basiert auf Material, das vom DGB zur Verfügung gestellt wurde.
Den Gewerkschaften ist nicht erst seit dem Lidl-Skandal bekannt, dass Arbeitgeber über alle Maße ihre Mitarbeiter überwachen. Die von Verdi angeschobene Lidl-Kampagne hat ihre Wurzeln in der 2004 beginnenden Recherche zum Schwarzbuch Lidl. Im Dezember 2004 startete das Blog zum Schwarzbuch Lidl und beschäftigt sich eingehend mit den Praktiken des Einzelhändlers. Im Mai 2007 wurde im Auftrag der ver.di Innovations- und Technologiepolitik eine Befragung von Betriebsräten, Personalräten und Datenschutzbeauftragten zum Thema „Beschäftigten-Datenschutz“ durch die BTQ Niedersachsen durchgeführt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Opfer zahlreich sind und eine gesetzliche Grundlage benötigt wird. Das Grundgesetz sichert jedem Einzelnen Schutz vor Eingriffen in seine Privatsphäre zu. Dazu gehört auch, dass jeder über seine ihn betreffende Daten selbst verfügen kann. Deshalb muss gerade im Arbeitsverhältnis sichergestellt werden, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht und das informationelle Selbstbestimmungsrecht unter allen Umständen gewahrt wird. Im Februar haben sich die Sozialpartner und die Ministerien auf Einladung von Innenminister Schäuble an einen Tisch gesetzt. Bis jetzt ist aber den Worten noch nichts Greifbares gefolgt. Es hat sich zwar eine ministeriumsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, die Vorschläge für ein umfassendes Arbeitnehmerdatenschutzgesetz bis zum Spätsommer entwickeln soll. Bislang haben sich die Koalitionsfraktionen aber nicht mal auf einen Satz zum besonderen Arbeitnehmerschutz als Ergänzung des Bundesdatenschutzgesetzes einigen können. Gründe für ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz Wir haben zwar eine Rechtsprechung, die immer wieder den Missbrauch von Daten und damit der Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts Einhalt geboten hat. Es ist jedoch für den Einzelnen im Beschäftigungsverhältnis fast ausgeschlossen, sich auf diese Rechtsprechung zu berufen. Ihm kann immer entgegengehalten werden, dass sein Fall ja völlig anders liege und dass das berechtigte Interesse des Arbeitgebers viel schwerer wiegt als die Interessen der Beschäftigten. Die Gewerkschaften fordern deshalb klare, transparente und verständliche gesetzliche Regelungen. Es müssen klar strukturierte und präzise Vorschriften gefunden werden, die sicherstellen, dass Beschäftigte vor unzulässiger Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung geschützt werden. Es müssen Sanktionen vorgesehen werden, die sicherstellen, dass eine Verletzung des Datenschutzes im Arbeitsverhältnis zu spürbaren Konsequenzen für den Arbeitgeber führt. Forderungen * gezielte Beobachtung und Überwachung von Beschäftigten am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld ausdrücklich verbieten, * ebenso die direkte Überwachung durch Beauftragte – sei es durch Mitarbeiter oder Externe – und die indirekte Überwachung durch Video- oder Tonaufnahmen, * umfassendes Verbot der Überwachung, um alle denkbaren Formen zu erfassen, * Kontrolle der Beschäftigten durch Auswertung und massenhaftes Scannen ihrer Daten oder mit Hilfe computergesteuerter oder biometrischer Systeme untersagen, * Überwachung nur mit Zustimmung der betrieblichen Interessenvertretung, * in Betracht ziehen, dass nur in besonders sicherheitsrelevanten Bereichen Überwachungsanlagen installiert werden können, z. B. in Atomkraftwerken, * bei elektronischer Datenverarbeitung und der Nutzung elektronischer Medien müssen Beschäftigte besonders geschützt werden. Hier ist durch die Vielzahl und die Qualität der verwendeten Daten durch die Kombination und Auswertungsmöglichkeiten und die zeitlich unbegrenzte Verfügbarkeit ein besonderes Risikopotential gegeben. Deshalb muss es grundsätzlich verboten sein, dass der Arbeitgeber auf personenbezogene oder -beziehbare Daten bei der Verwendung moderner Kommunikationsmittel zurückgreift. Eine generelle Einwilligung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin muss ausgeschlossen werden. * personenbezogene Daten zeitnah löschen, * Fragerecht des Arbeitgebers bei Einstellung, aber auch bei bestehenden Beschäftigungsverhältnissen klar festlegen. Es dürfen nur solche Fragen zulässig sein, die für die konkrete Tätigkeit von entscheidender Bedeutung sind. * alle Fragen oder Erkenntnisse aus psychologischen Tests ausschließen, die sich auf den Privatbereich des Beschäftigten beziehen, * ärztliche Untersuchungen – und dazu gehören ausdrücklich auch Genomanalysen – nur, wenn dies zum Schutz der Beschäftigten notwendig ist, * Im Jugendarbeitsschutzgesetz ist beispielsweise vorgesehen, dass Jugendliche vor der Einstellung untersucht werden müssen. Aus gutem Grund, denn hier geht es um den gesundheitlichen Schutz der Jugendlichen. Sie sollen nicht zu Tätigkeiten herangezogen werden, die ihrem Entwicklungsstand nicht entsprechen. * Das gleiche gilt auch für Drogen- und Alkoholtests, es sei denn, ein konkreter Drogen- und Alkoholmissbrauch führt zu einer Gefährdung des Beschäftigten oder seiner Kolleginnen und Kollegen. Die Forderungen sind sowohl durch eine Stärkung der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates als auch der Position des betrieblichen Datenschutzbeauftragten erfüllbar. Außerdem muss der Betriebsrat ein Zustimmungsverweigerungsrecht bei der Benennung der Datenschutzbeauftragten erhalten. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Datenschutzbeauftragte tatsächlich die Interessen der Beschäftigten wahrnimmt. Übrigens ist gerade vom Innenministerium ein Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht worden, der eine Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes vorsieht. Im Wesentlichen geht es darum, ein Datenschutzaudit einzuführen. Unternehmen sollen durch zugelassene Kontrollstellen prüfen lassen können, ob Datenschutzkonzepte und technische Einrichtungen die von einem Expertengremium festgelegten Richtlinien erfüllen. Dadurch können die Unternehmen quasi ein Datenschutzzertifikat erwerben, mit dem sie werben können – Datenschutz soll also als Wettbewerbsfaktor gelten. Der DGB begrüßt das sehr. Alle wissen, dass im bestehenden Arbeitsverhältnis Beschäftigte gegen ihren Arbeitgeber nicht klagen. Um den Arbeitsplatz zu halten, nehmen sie nicht selten allerhand in Kauf: schlechte Löhne, unbezahlte Überstunden und Bespitzelung. Sie klagen erst recht nicht, wenn es um Fragen geht, die als nicht unmittelbar existenziell angesehen werden. Und dazu gehört leider bisher der Datenschutz. Deshalb brauchen wir ein Verbandsklagerecht. Ohne ein Verbandsklagerecht fürchten wir, dass die verbesserten gesetzlichen Regelungen wenig Durchsetzungskraft haben werden.
Sprecher: | Guido Brombach | 
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SIGINT09_3171_de_licht_in_den_vorratsdatendschungel_1.mp4 view online 688.85 MB de 01:00 h
Licht in den Vorratsdatendschungel!
Rechte, Pflichten und Rechtsschutz für ISPs
Der Rechtsanwalt, der für den Provider QSC eine Einstweilige Verfügung zur Aussetzung des Aufzeichnungsgebots aus der Vorratsdatenspeicherung erwirkt hat, spricht über die juristische Strategie. Es werden die Argumentationen dargestellt, die zu der Entscheidung führten.
Was muss ich als Internetanbieter speichern? Bin ich betroffen von der Vorratsdatenspeicherung? Wem muss ich was geben? Da gab es doch Entscheidungen ... gelten die auch für mich? Droht mir Bußgeld von der Bundesnetzagentur? Fragen über Fragen ergeben sich aus der Verordnung zur Vorratsdatenspeicherung (VDS), nach der seit Anfang 2009 nach Telefondaten auch Verkehrdaten im Internet für sechs Monate gespeichert werden müssen. Dr. Marc Schütze von der Anwaltsozietät Juconomy (www.juconomy.de) hat als Rechtsanwalt für den DSL- und Kommunikationsprovider QSC erfolgreich eine einstweilge Aufhebung des Speicherzwangs erwirkt und stellt in seinem Vortrag dar, was das für Internetprovider bedeuten kann. Bei der juristischen Argumentation geht es weniger um freiheitlichen Idealismus, sondern nüchtern um den immensen Aufwand. Eingeordnet wird die rechtliche Entwicklung für Internetanbieter in den Trend der Regulationsversuche des ach-so wilden Internets. Dabei geht es auch um die Frage, ob und wie private Nutzer einzelne Inhalte aus dem Netz tilgen könnten.
Sprecher: | Marc Schütze | 
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SIGINT09_3177_de_ddos_gegen_das_gg.mp4 view online 693.02 MB - 01:00 h
DDoS gegen das GG?
Die Gesetzesvorhaben in Sachen Sicherheit...
Gesetze zur Verbesserung der Sicherheitslage werden wöchentlich vorgeschlagen oder diskutiert. Werden dabei die Grundrechte hinreichend beachtet?
In dem Vortrag wird ein Überblick über die Systematik und Ideen des Zusammenlebens nach dem Grundgesetz gegeben. Danach werden ausgewählte Gesetzgebungsvorhaben kurz vorgestellt, die auf entsprechende Beschwerde vom Bundesverfassungsgericht auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft wurden oder voraussichtlich werden. Im Einzelnen waren oder sind dies der Große Lauschangriff, die nachträgliche Sicherungsverwahrung, die Überwachung des Postverkehrs, die vorbeugende TK-Überwachung, der EU-Haftbefehl, das Luftsicherheitsgesetz, die Rasterfahndung, der Abruf von Kontostammdaten, die Online-Durchsuchung, die automatische Kennzeichenerfassung, die Vorratsdatenspeicherung und das Vorhaben zu den Internetsperren.
Sprecher: | RA Dominik Boecker | 
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SIGINT09_3179_der_abmahnwahn_in_deutschland.mp4 view online 689.38 MB - 01:00 h
Der Abmahnwahn in Deutschland
Filesharing und die rechtlichen Konsequenzen
Die Musikindustrie drohte kürzlich mit bis zu 1000 Abmahnungen monatlich. Die aktuelle Anzahl an Abmahnungen gegen die Teilnehmer der Peer-To-Peer-Börsen dürfte nicht weit darunter liegen, die genauen Zahlen sind unbekannt.
Im Vortrag wird erläutert, wie die Maschinerie der Abmahnungen funktioniert. Was passiert bei einer Abmahnung, wie sollte man darauf reagieren? Wie wird die Musikindustrie künftig versuchen, ihre Werke vor jeglichem unerlaubten Vervielfältigen zu schützen? Der Kopierschutz auf CDs, die DRM-Verkrüppelung von Songs, die online verkauft werden, aber auch Abmahnungen an sich haben den Durchbruch bislang nicht erbringen können. Warum haben die Labels so enorme Verluste? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?
Sprecher: | Lars Sobiraj | 
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SIGINT09_3186_de_gluehende_ohren_durch_lauschen.mp4 view online 687.09 MB - 01:00 h
Glühende Ohren durch Lauschen
Möglichkeiten der Überwachung im 10GbE-Datenverkehr
Ein Erfahrungsbericht über die technischen Möglichkeiten und die Umsetzung, um die schnellsten aktiven Datenleitungen im laufenden Betrieb zu überwachen.
Im Netzwerk-Core-Bereich sind 10GbE-Leitungen Stand der Dinge. Zum Betrieb dieser Verbindungen ist eine Überwachung (Monitoring) notwendig. Die eingesetzten FPGA-basierten Geräte bieten eine Vielzahl an Filtern, die über den ursprünglichen Einsatzzweck des Monitoring hinausgehen und Möglichkeiten zur Deep-Packet-Inspection bieten. Das Abfangen von einzelnen Streams, Paketen oder gar E-Mails aus der Flut von Daten stellt kein Problem dar. Anhand von Produkten diverser Hersteller wird gezeigt, welche Möglichkeiten diese bieten und wo aktuell die Grenzen sind. Ein Erfahrungsbericht geht auf die Anwendung bei verschiedenen internationalen Providern ein.
Sprecher: | Lars Weiler | 
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SIGINT09_3192_de_yes_we_can_yes_we_will.mp4 view online 684.87 MB de 01:00 h
Yes we can! Yes we will!
Free Software for a new society
Vor zehn Jahren hat das Projekt Oekonux begonnen, das Phänomen Freier Software mit einer politischen Perspektive zu analysieren. Die Projektteilnehmer und Projektteilnehmerinnen möchten wissen, wie das Phänomen Freie Software verstanden werden kann und welches Potential für eine fundamentale gesellschaftliche Änderung Freie Software besitzt. Mittlerweile gibt es Projekte wie Wikipedia und Peer Production we in Freier Software wird zunehmend sichtbar.
Der Vortrag gibt eine Einführung in einige wichtige theoretische Einsichten, die das Projekt Oekonux erarbeitet hat. Der Vortrag erklärt, warum Peer Production eine neue Art ist Dinge zu produzieren, die das Potential zur Überwindung der geldbasierten Arbeitsgesellschaft hat. Es wird erläutert, wie fundamentale Änderungen vor sich gehen und gibt einen Ausblick auf eine Gesellschaft, die auf Peer Production beruht.
Sprecher: | Stefan Merten | 
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Project Oekonux
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SIGINT09_3194_en_addressing_the_future_of_internet.mp4 view online 691.62 MB en 01:00 h
Addressing the Future of Internet
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IPv4 addresses are running out. Fast. IPv6 addresses are easily available, but are *you* ready for the dual-stacked Internet?
IPv4 addresses are running out. Fast. IPv6 addresses are easily available, but are *you* ready for the dual-stacked Internet? The statistics about IPv6 deployment show that many people have a lot of work to do to make the future of Internet less... challenging. RIPE NCC is the Regional Internet Registry that distributes IP addresses in Europe (and surrounding regions). RIPE is technical community that comes up with the rules (called "policies") for address distribution. What are the current rules? How can *you* take part in creating these rules? What can the history of the policy change teach us about the future?
Sprecher: | Vesna Manojlovic | 
Links:
Talk at IPv6 2001::Space Odyssey, January 2009
Talk at SwiNOG, Ocotber 2008
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SIGINT09_3195_de_the_art_of_sound_hacking.mp4 view online 683.34 MB de 01:00 h
The Art Of Sound Hacking.
Eine musikalische Reise zu den kreativen Banalitäten des Alltags.
"Home Made Sound Electronics" und der Eingriff mittels Lötkolben im Hardware Hacking sind eine Methode im künstlerischen Gestaltungsprozess und auch als Antwort auf die etablierte, nach Imitation und klangliche Perfektion strebende Musikindustrie zu verstehen. Darüber hinaus versprechen ungewöhnliche Quellen für Sampling-Techniken oder selbstgebaute Instrumente eine Normverletzung gängiger Hörgewohnheiten. Diese Strategie der Zweckentfremdung bringt damit jeden erdenklichen Alltagsgegenstand zum Tönen und biegt ihn als vorübergehendes Instrument zurecht. So werden selbst ausgediente Veteranen des technologischen Zeitalters wie Nadeldrucker für eigens kreierte Symphonien angesteuert, Popsongs oder Geräusche aus Schönheits-OPs klanglich verwurstet . Aber worin liegt der Mehrwert bei technischen Modifikationen angesichts der Subversion und Aneignung in den Klangkarambolagen des Bootlegging und warum ist nicht jeder "Für Elise" spielende Scanner ein orginärer Komponist? Mit ausgewählten Musikbeispielen u.a. von Voice Crack, Das Erste Wiener Gemüseorchester, Matmos, The User, Quarta 330, Modified Toy Orchestra, Electric Family, George Coleman.
Mit "Home Made Sound Electronics" wird zumeist jene Kunstfertigkeit angesprochen, den banalsten Geräten der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik ungewohnte Klänge, ja sogar ganze Kompositionen zu entlocken. Der Eingriff mittels Lötkolben im Hardware Hacking stellt dabei nur eine Methode unter einer Fülle von künstlerischen Gestaltungsprinzipien dar. Der Home Made Bereich ist auch eine Antwort auf die etablierte, nach Imitation und klangliche Perfektion strebende Musikindustrie und wahrscheinlich nicht minder ein Befreiungsversuch der Protagonisten, sich von den standardisierten Geschmacksdogmen und der Reproduzierbarkeit zu lösen, indem die Musikentwicklung in den Grenzbereich von Klang und Geräusch katapultiert wird. Die Strategie der Zweckentfremdung bringt damit jeden erdenklichen Alltagsgegenstand zum Tönen und biegt ihn als vorübergehendes Instrument zurecht. So werden selbst ausgediente Veteranen des technologischen Zeitalters wie Nadeldrucker für eigens kreierte Symphonien angesteuert. Darüber hinaus versprechen ungewöhnliche Sound-Quellen für Sampling-Techniken, Circuit Bending oder selbstgebaute Instrumente eine Normverletzung gängiger Hörgewohnheiten und Anwendungsformen. Die Frage stellt sich dabei, ob bestimmte Techniken nicht Gefahr laufen, lediglich rein experimentellen Charakater mit geringer (künstlerischer) Halbwertszeit zu entwickeln. Dient die Musik nur als Vehikel der technischen Vorführung und Versuchsanordnung oder entstehen tatsächlich innovative Soundwelten, die nur aufgrund der verwendeten Mittel so entstehen konnten. Schliesslich kann auch die Enthüllung über die Klang-Herkunft und das Wissen von Produktionsweisen das kreative Potential in der Wahrnehmung der Hörers auf- oder abwertet werden. Worin liegt also der Mehrwert bei kreativen Techniken angesichts der Subversion und Aneignung in den Klangkarambolagen des Bootlegging und warum ist nicht jeder "Für Elise" spielende Scanner ein orginärer Komponist? Anhand einiger Film-, Bild- und Musikbeispiele soll dieser Vortrag die Geheimnisse des Sound-Hackings aufspüren und das Problemfeld von Innovation und künstlerischer Kreativität beleuchten. Komplizen des Vortrags sind u.a. Voice Crack, Das Erste Wiener Gemüseorchester, Matmos, The User, Quarta 330, Modified Toy Orchestra, Electric Family, George Coleman.
Sprecher: | Waltraud Blischke | 
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SIGINT09_3197_de_es_gibt_keinen_loeffel_dann_druck_doch_einen_neuen_aus.mp4 view online 677.40 MB de 01:00 h
Es gibt keinen Löffel? Dann druck doch einen neuen aus!
How the internet, open source and fabbing are making everyone a maker.
Das Internet hat die Verbreitung von Wissen und Kreativität demokratisiert. Wie schaffen wir es, diese Möglichkeiten der digitalen Welt auch auf die Produktion von echten Gegenständen auszuweiten (und warum können unsere Großeltern uns dabei helfen)?
Vor langer, langer Zeit war jeder ein Selber-Macher, die Menschen bauten einfach die Dinge, die sie brauchten und sie benutzten dazu Werkzeuge, die sie ebenfalls selbst gemacht hatten. Wenn man einige Tausend Jahre in die Zukunft springt (ins späte 20. Jahrhundert) stellt man fest, dass fast niemand mehr seine eigenen Werkzeuge oder Gegenstände selbst macht. Die Objekte sind zu komplex geworden, um noch von Hand gemacht zu werden. Die Werkzeuge sind zu teuer oder zu komplex (oder beides). Die Anleitung, wie man etwas bestimmtes bauen kann, ist manchmal einfach, manchmal schwer, aber die wenigsten interessiert es: Alle Dinge werden in Fabriken hergestellt und ihre Baupläne sind geheim oder richten sich nur an sogenannte "Experten". Moderne Computertechnik und das Internet haben alles Immaterielle bereits wieder in die Hände von Jedermann/-frau zurückgebracht: Journalismus, Wissensweitergabe, Bildung und Kommunikation. Alles Digitalisierbare ist digitalisiert. Aber Werkzeuge kann man nicht herunterladen, Gegenstände nicht ausdrucken. Oder doch? 3D-Drucker und universelle Fertigungsmaschinen ("fabbing machines") existieren bereits. Sie sind noch sehr teuer, basieren auf traditioneller "Closed Source"-Entwicklung und werden hauptsächlich an Firmen vermarktet. Die Open-Source-Nachfolger sind aber auch schon da: RepRap, Fab@Home und Makerbot versprechen, die erste Welle der "Replikatoren" zu sein, die in der Zukunft bei jedem zuhause stehen könnten. Wenn dir ein Löffel fehlt, lade ihn einfach herunter und drucke ihn aus. Wahrscheinlich braucht derzeit nicht jeder einen "Fabber" bei sich zuhause: Eine Maschine in deiner Nähe könnte ausreichen. Das könnte so anonym funktionieren wie ein Copy-Shop oder ein Waschsalon. Würde das den sozial vernetzen Menschen von heute ausreichen? Vermutlich nicht. Also sollte so ein Ort auch ein "Coworking"-Space sein, eine Werkstatt und ein Labor. Ein kreatives Zentrum, in dem die Fabbing-Maschine nur eine Methode darstellt, Ideen aus dem digitalen Raum anfassbar zu machen. Solche Orte (manchmal auch Hackerspaces genannt) werden unvermeidlich auf der ganzen Welt entstehen: Die weltweite Wirtschaftskrise wird die Etablierung solcher kleinen und flexiblen Einrichtungen eher noch beschleunigen. Im Internet sammeln Sites wie thingiverse.com bereits digitale Abstraktionen von Objekten aus der "Dingwelt", die zum Download und zur Replikation bereitstehen. Dienste wie ponoko.com ermöglichen es, dass man Konstruktionspläne von Einzelstücken, z.B. Möbeln hochlädt, die dann hergestellt werden und die man zugesandt bekommt - auch eine neue Chance für lokale Handwerks- und Zulieferbetriebe. Der Vortrag soll einen Überblick über die technischen Möglichkeiten von heute (und morgen) verschaffen und jeden dazu anregen, sich an dieser Entwicklung zu beteiligen. (Description in english:) If there is no spoon, just print a new one: How the internet, open source and fabbing are making everyone a maker. The internet has democratized the distribution of knowledge and creativity. How can we extend this from the digital domain towards the production of real world objects (and why can our grandparents help us doing that)? Back then (way back) everyone was a maker and people made the objects they needed, using the tools they also produced themselves. Fast forward a few thousand years (to the late 20th century), and almost nobody makes their own tools or goods any more. The objects have become too complex to be made by hand. The tools are too expensive or too complex (or both). The instructions how to make a certain thing might be simple or hard, but few people care: Things are made in factories and their recipes are secret or only to be handled by "experts". Computer technology and the internet have already handed down all intangible stuff back into the hands of the people: publishing, learning and communication. Everything digitizable has been digitized. But tools cannot be downloaded and objects cannot be printed. Or can they? 3D printers, universal fabrication ("fabbing") machines already exist. They are still expensive, rely on traditional "closed source" engineering and are mostly marketed to business customers. Their open source successors are already here: RepRap, Fab@Home and Makerbot promise to be the first wave of "replicators" that might come to everyone's home in the future. If you need a spoon, just download and print it. Probably not everybody needs a fabber at home right now: One machine might be enough for the neighbourhood. It could be an anonymous business like a copy shop or a laundromat. Would that be enough for today's social happy folks? Most likely not. So it would need to be a coworking space, a workshop and a lab as well. A creative hub where the fabbing machine is just a means to transfer ideas from the digital to the tangible domain. Places like this (sometimes called a hackerspace) will almost inevitably come up around the world: The global economic crisis will even accelerate the establishment of small and flexible outfits. On the internet, sites like thingiverse.com already collect digital abstractions of real-world objects that can be downloaded and replicated. Services like ponoko.com allow you to upload your plans for one-of-a-kind objects like furniture which is then produced and sent to you, possibly a new chance for local industry suppliers and craftsmen. The talk will give an overview of today's (and tomorrow's) technological possibilities and is set to encourage everyone to take their part in this development.
Sprecher: | Philip Steffan | 
Links:
Vortragsslides (pdf, 15 MB)
bausteln - Demokratisierung des Produktionswissens
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SIGINT09_3198_de_am_ende_der_leitung.mp4 view online 689.73 MB de 01:00 h
Am Ende der Leitung
Lesung und Diskussion zu einer Science Fiction-Anthologie über die Zukunft von Bürgerrechten, Datenschutz und Überwachung
Der Verein Quintessenz hat, aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums der Big Brother Awards, unter dem Titel "Am Ende der Leitung" gegen Ende 2008 eine Science Fiction-Anthologie zur Zukunft von Bürgerrechten, Datenschutz und Überwachung herausgegeben.
Die folgenden Fragen umreißen das Themenfeld, mit dem sich die im Buch enthaltenen Kurzgeschichten beschäftigen: Wo geht die Reise hin? In eine Zukunft, in der jeder alles über seine Mitmenschen weiß oder zumindest herausfinden kann, entweder weil jeder sowieso alles offenlegt, oder auch weil sich niemand den Überwachungsmechanismen entziehen kann? In eine Zukunft, in der jeder seine Privatsphäre ängstlich hütet, oder in eine Zukunft, in der es keine Privatsphäre mehr gibt? Was fangen Politik und Wirtschaft mit den neuen technischen Möglichkeiten an, und wie wird die Gesellschaft aussehen, in der wir dann alle leben dürfen - oder auch müssen? Wir möchten das Buch und darin enthaltene Szenarien im Rahmen einer Lesung präsentieren, mit anschließender Podiumsdiskussion auch unter Einbeziehung von Fragen des Publikums. Über den Verein Quintessenz: q/uintessenz ist ein Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter, mit Sitz in Wien. Seine Aktivitäten umfassen unter anderem die Veranstaltung der Big Brother Awards Österreich, wo alljährlich die schlimmsten Sünder wider den Datenschutz Negativpreise bekommen.
Sprecher: | Adrian Dabrowski | Florian Bayer | Uwe Protsch | 
Links:
Homepage des Vereins Quintessenz
Homepage zum Buch
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SIGINT09_3202_de_diesel_und_dust.mp4 view online 688.17 MB de 01:00 h
Diesel and Dust
Globale Energiepolitik
„I've got the power!“, kreischt ein amerikanischer Pop-Star in die Welt und möchte uns für eine neue Seidenstraße begeistern. „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“, rät er unserem alten Auto-Kanzler.
Es ist schon eine verworrene Welt, die Welt der Pipelines und Petro-Dollars, der Öligarchen und der Holländischen Krankheiten. Schicken wir lieber den Tiger in den Tank oder die Tanks zu den Tigern? Oder Manager nach Sibirien? Ist die sogenannte Energie-Nato eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme oder politische Notwendigkeit? Wie lange werden wir die Nutzung fossiler Brennstoffe wohl noch erleben? Das Referat möchte einen Überblick verschaffen über ihre Rolle in der warenproduzierenden Gesellschaft sowie über kulturelle, juristische, soziale, monetäre, politische und ökologische Implikationen. Das Referat basiert auf Texten von Kai Ehlers (Hamburg), Winfried Wolf (Berlin) und anderen.
Sprecher: | Georg Fröhlich | 
Links:
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SIGINT09_3203_de_das_snafu_prinzip.mp4 view online 684.03 MB de 01:00 h
Das Snafu-Prinzip
Wie Hierarchien Kommunikation verhindern
“Mit dem Akronym der beliebten US-Army-Diagnose »Situation normal all fucked-up« hatte Robert Anton Wilson einst beschrieben, wie die Kommunikationsstrukturen in vertikalen Organisationen arbeiten. Aus Angst wird in der Rangordnung von unten nach oben positiv ausgefiltert, also gelogen. Je weiter oben sich jemand in der Prestigepyramide befindet, desto verzerrter wird sein Bild von der Welt; wird ihm das klar, kann er es trotzdem kaum abstellen und verfällt der Paranoia. Populäres Beispiel für Snafu ist der über 100jährige Großkapitalist Monty Burns bei den »Simpsons«, dem von seiner Umgebung nur untertänigst begegnet wird und der in einer immer schrulligeren Welt voller Oldtimer und verblichener Präsidenten lebt.” Aus dem “Phrasenprüfer”
Autorität ist, wenn keiner an der falschen Stelle lacht. Hierarchie macht sich unangreifbar, will geschlossen wirken. Im Abschluß gegen Kritik lauert jedoch der Wirklichkeitsverlust. Wer den Eindruck vermittelt, nur Genehmes hören zu wollen, wird weniger über die Außenwelt wie auch über sich selbst erfahren. Kann er für nicht-genehme Äußerungen Sanktionen verhängen, verstärkt sich dieser Effekt. So sagt dem Kaiser in Andersens Märchen niemand, daß er eigentlich nackt umherläuft. Jede Hierachie, wie flach oder informell sie auch sein mag, erzeugt dieses Kommunikationsdilemma, das die Diskordier als “Snafu-Prinzip” bezeichnen. Ein beträchtlicher Teil von Überwachung, Spionage, Befragung und Forschung dient dem Zweck, dennoch herauszufinden, was weiter unten in der Rangordnung gedacht wird. Solange die Hierarchie nicht aufgegeben wird (oder nicht aufgegeben werden kann), solange für möglicherweise falsche Antworten der Ausschluß aus der Gruppe, der Partei, dem Verein oder dem Arbeitsmarktsegment droht, scheinen die einzigen wenigstens teilweise erfolgreichen Gegenmittel gegen den Snafu-Effekt in der Öffnung gegenüber Kritik von außen und in der Institutionalisierung interner Kritik zu bestehen. Was für Konsequenzen die Abschottung gegen Kritik haben kann, wird im Vortrag am Beispiel des Umgangs der Kommunistischen Parteien mit “Abweichungen” gezeigt. Umgekehrt wird der Schluß nahelegt, in der Tradition von Heraklits “permanentem Streit” und des diskordischen “permanenten Widerspruchs” immer diejenigen am gründlichsten zu kritisieren, die einem am meisten bedeuten. Und sich für eine Gesellschaft ohne Herrschaft einzusetzen.
Sprecher: | classless Kulla | 
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classless Kulla Weblog
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SIGINT09_3205_de_is_teaching_hacking_ethical.mp4 view online 690.03 MB en 01:00 h
Is (teaching) Hacking Ethical?
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Hacking is usually considered as a criminal act, harming people, data and infrastructure. Hence, courses on hacking are perceived with mixed feelings by the general public. The opposite view on hacking is by those who create, build and administrate IT systems. In their world, hacking is the art of creating beautiful solutions and finding uncommon and effective ways to solve inherent problems.
In our talk we first explain what hacking actually is. Based on this we then discuss from several points of view, if hacking, and teaching offensive methods is ethical and come to the conclusion that the potential risks are well worth the advantages. Finally we also propose a conjecture that offensive methods are likely the best method for working in the area of security for real computer systems.
Sprecher: | lexi | 
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SIGINT09_3207_en_dancing_direct_action_in_disguise.mp4 view online 688.03 MB en 01:00 h
Dancing: Direct Action in Disguise
New Strategies for Street Protest
Why do we demonstrate? Why do we go out into the streets and march for what we believe in? Marching in solidarity for your beliefs is a powerful personal experience. However, as a method of communicating an outward message, it is frequently twisted and manipulated against the purposes direct action seeks to advocate. Peaceful demonstrations in the US occasionally fall prey to provocateurs, devolve into riots or become targets for illegal detention. What to do about it? Dance!
Leveraging entertainment, compelling visuals and the freedom of full body expression, this talk seeks to explore methods and tactics for using music and dance to effectively communicate dissent in public. Whether through flash mobs, terping, large musical numbers or even "silent" dance parties, the talk aims to bring together art, politics and tactical theory to help prepare participants for the long road of demos ahead of us. "This instrument can teach, it can illuminate; yes, and it can even inspire. But it can do so only to the extent that humans are determined to use it to those ends. Otherwise it is merely wires and lights in a box. There is a great and perhaps decisive battle to be fought against ignorance, intolerance and indifference." - Edward R. Murrow, speaking of television. Thesis: Dance is an effective way of leveraging entertainment and short attention spans at the other end of mass and micro media to communicate messages that are typically lost in coverage of traditional protests. Assuming that messages are best absorbed when the viewer is an active participant, the phenomenological construct is to force the viewer into asking, "Why were those people dancing?" Through asking the question, by acknowledging the limitations of the medium and adapting towards them, the intended message of the demonstration is much more likely to get coverage, it is much more likely the message will be received and internalized, and getting action out of the message from those who view it is much more likely. This talk is essentially in two parts, one forwarding the theory of dance in direct action, two discusses tactics and implementation. Part One: Why dance? 1) Getting past visual mass media filters (TV and Major Print Journalism) 2) Encouraging coverage in micromedia (Passive bloggers, participants, "street journalism") 3) Leveraging increased participation and involvement and creating larger movements through more powerful experiences. (Protests as art parties.) Part Two: Tactics and Strategies 1) Simple guidelines for building powerful visuals 2) Tactical considerations for dealing with law enforcement (i. e. Cops do not want to risk cameras catching them gas happy people in vibrant costumes) 3) Techniques -> Simple mass choreography (i. e. Music Videos) -> Flash mobs, Silent Mobs, Quick Message Communication. -> Terping: Distributed simple instructions -> "Silent" Dance Parties -> Building communities through experiences, fighting issue fatigue
Sprecher: | Nick Farr | 
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SIGINT09_3209_en_let_them_fail.mp4 view online 688.30 MB en 01:00 h
Let Them Fail
An Introduction to Massively Distributed Finance or "Cloud Banking"
In a truly free market, no institution or government can ever become too large to fail. This talk looks at what might happen if there were no bailouts, rescue packages, guarantees or other political consideration paid to large entities. What would the world look like if there were no for-profit banks? The technology and legal structure exists to let us all be our own consumers, producers and investors, making our own informed financial decisions and consuming locally produced products and services.
Thesis: The current financial system is rigged for what Andrew Jackson called an "elite circle". While industrialization made centralized control of capital necessary, the service and information economy is demanding its decentralization. Instead of focusing on the power struggle for control of global capital flows, this talk provides an introduction to the tools and techniques that anyone can use to disengage from the global financial system NOW as well as previewing some future possibilities. How global finance works in the textbook, in brief (5 min) How global finance really works, absorbing money and creating inefficiencies (10 min) An alternative theory: Massively Distributed Finance (20 min, 5+10+5) -> Cutting out the middleman: Loan/Borrow directly to/from your friends and associates. -> From "Online Services" to "ISP"s. How the banking system might be converted to be more interconnected and distributed. [10] -> Brief on the banking technical protocols and how smaller or individuals may link directly to it [5] A technical preview of 'cloud banking' (20 min, 5+5+10) -> Kiva as an introductory model [5] -> Credit Unions in the US [5] -> Brief on how you can create your own "virtual credit union" or other institution using real money, allowing you and your friends to have checking accounts, issue credit cards, borrow and loan as a collective pool based on individualized needs. [10] Q&A (5 mins)
Sprecher: | Nick Farr | 
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SIGINT09_3210_de_diffie_hellman_rsa_etc.mp4 view online 687.78 MB - 01:00 h
Diffie-Hellman, RSA, etc.
Mathematische Grundlagen asymmetrischer Verschlüsselungsverfahren
Inzwischen sind kryptographische Techniken und Verfahren auch auf dem letzten Home-PC angekommen. Leider gilt das Thema in den meisten Köpfen als mystische "Black Art".
Dieser Vortrag will eine allgemeinverständliche Einführung in die (nicht erschrecken!) mathematischen Grundlagen der asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren geben, die das Rückgrat moderner Kryptoinfrastruktur bilden. Den Teilnehmern soll der Schlüssel gegeben werden, kryptographische Systeme, die auf diesen Primitiven aufbauen, mehr als nur oberflächlich beurteilen zu können.
Sprecher: | pesco | 
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SIGINT09_3212_de_eine_radikal_liberale_perspektive.mp4 view online 687.37 MB de 01:00 h
Eine radikal-liberale Perspektive zu den Chancen und Risiken in der technisierten Gesellschaft
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Die Technisierung der Gesellschaft schreitet immer weiter voran, wird sie von Grund auf verändern, zum besseren oder zum schlechteren. Dieser Prozess macht es nötig, über die Grundstrukturen gesellschaftlichen Zusammenlebens zu diskutieren und moralüberladene und überholte Vorstellungen zu verwerfen, um dynamische Gesellschaftsformen zu entwickeln. Aktuell dominieren wohl zwei Strömungen in der Gesellschaftsregulation: die der globalen und die der lokalen Einflussnahme. Globale Einflussnahme versucht eine a priori Einheit zu verstehen und zu steuern, also mit und durch Technik das Leben des Menschen zu bestimmen. Die Strömung der lokalen Einflussnahme, begreift diese Prozesse als Netzwerke von Einzelentscheidungen und daher als sich organisch selbst-steuernd. Organisch heißt hier: Das Individuum wird gerade dadurch zum Rechtssubjekt, dass es technisiert. Es ist also die begrenzte Anwendung instrumenteller Vernunft, die den Menschen als solchen auszeichnet. Wir wollen zeigen, wie globale Steuerung zu faschistoiden Systemen führt und als Gegenentwurf eine Weiterentwicklung der modernen Demokratie vorstellen.
Die Konzeption der Menschenrechte, wie sie heute als allgegenwärtiges und unbezweifelbares Dogma die Gesellschaft bestimmen, steht auf tönernen Füßen, auf der letztlich religiös begründeten Annahme, der Mensch sei von Natur besonders. Besonders ist aber in Wirklichkeit nur derjenige, der sich konsistent als Rechtssubjekt versteht. Alle Rechte des Einzelnen kommen also nicht von seiner Zugehörigkeit zu einer biologischen Klasse, sondern von seinem eigenen konsistenten fiktionalen Bestehen auf seinen Rechten. Bestehen ist aktiv begründendes Besitzen. Besitzen ist zunächst nur das fundamentale Faktum, dass ein Individuum einen Platz oder ein Objekt exklusiv einnimmt. Es endet mit der Bewegung des Individuums zu einem anderen Platz. Es gibt aber spätestens seit Beginn des Ackerbaus berechtigtes Interesse, Ansprüche auf einmal Besessenes zu erheben, auch wenn der ursprüngliche Besitz bereits beendet ist. Entsprechende Regelung auszuarbeiten ist das qualifizierte Bestehen. So ist das ursprüngliche Grundrecht Eigentum. Dieses Recht kann als einziges eine Brücke zwischen der physischen Welt und der fiktiven, immateriellen Sphäre des Rechts schlagen. Die jetzigen Basismenschenrechte wie das Recht auf Leben oder die Würde des Menschen sind in ihrer Natur unbestimmt, wenig oder nur emotional begründet und können daher beinahe nach Belieben uminterpretiert werden, taugen daher nicht als Fundament für eine vernünftige Gesellschaftsordnung. Sie haben durch ihre Unbestimmtheit zu einem auf Vorurteilen und Trugschlüssen basierenden Rechts- und Moralempfinden geführt, das nicht in der Lage ist, mit den pervasiven und ubiquitären Umwälzungen, die moderne Technik mit sich bringt, umzugehen. Stattdessen müssen immer neue bürokratische Hilfskonstruktionen geschaffen werden, die durchzusetzen immer tiefgreifendere staatliche Kontroll- und Eingriffsbefugnisse erfordert. Ein klares und flexibles, auf Eigentum basierendes Grundrechtsgerüst ist dagegen zur Durchsetzung nicht auf einen Leviathan angewiesen, sondern kann von den Betroffenen überwacht und eingefordert werden. Dazu wird nur ein im Vergleich zu einer vorab regulierenden Exekutive wesentlich unproblematischeres Letztentscheidungsprozedere, eine Judikative, benötigt. Diese sollte idealerweise nicht wie bisher hierarchisch organisiert sein. Stattdessen sollte versucht werden, einen Diskurs zu institutionalisieren. Wir werden hierzu ein System vorstellen: stare argumentatis anstelle von stare decisis. Dieses ist eingebunden in eine weiterentwickelte Gewaltenteilung, die sowohl durch die Arbeit Sun Yat-Sens, den kreativen Einsatz moderner Technologie als auch die radikale Infragestellung althergebrachter Grundsätze, besonders des Wahlrechts, geleitet ist. Die Möglichkeiten zum Diskurs und zur politischen Mitbestimmung veränderten und verändern sich grundlegend. Die Konzepte zur Regelung dieser Mechanismen, welche die westlichen Verfassungen vorsehen, stammen bestenfalls aus dem 19. Jahrhundert und sind mittlerweile obsolet. In weiten Teilen der Bevölkerung ist dafür auch schon ein intuitives Verständnis vorhanden, wie man an der Resonanz des Wandelsversprechens eines Barack Obama erkennen konnte. In den politisch herrschenden Kreisen ist man aber zur Umsetzung des fundamentalen Wandels noch nicht bereit, daher enttäuschen auch alle die völlig oberflächlichen Maßnahmen, die der Präsident der Vereinigten Staaten bisher eingeleitet hat. Notwendig ist eine Verfassungsreform und damit auch ein Abschied von einigen der Instrumente, die uns als selbstverständlich und notwendig erscheinen. Das Demonstrationsrecht, notwendig zu einer Zeit als Zugriff auf eine Kommunikationsinfrastruktur, die natürlichen Monopolbedingungen unterliegt, Voraussetzung war für die Teilnahme am politischen Diskurs, ist heute weitgehend obsolet. Stattdessen sollten Interessenvertretern mit zunehmender Bedeutung immer strengere Auflagen gemacht werden, emotionalisiertes Argumentieren zu unterlassen. Gleichzeitig kann die Möglichkeit der elektronischen Wahl, soweit man bereit ist, das Wahlgeheimnis aufzugeben oder zu modifizieren, genutzt werden, direkte und repräsentative Elemente der Demokratie zu verschmelzen. Es ist möglich, die heutige kaum legitimierte und kaum versteckte Kastenexpertokratie mit ihrer Pseudo-Öffentlichkeit, die sich auf emotionalisiertes Phrasendreschen beschränkt, durch ein System zu ersetzen, welches durch vernünftige Selbsteinschätzung eine geleitete selektive und ständig veränderbare Kompetenzabgabe an vertrauenswürdige Repräsentanten in Feldern erlaubt, in denen der jeweilige Wähler nur dilettiert, aber auch direkte Mitentscheidung auf Gebieten eigener Kompetenz zulässt. Die Sicherheit gegen unangemessene Beeinflussung, welche die Anonymität bietet, ist durch eine tatsächliche Widerstandmöglichkeit der Bürger ähnlich gut herzustellen. Wie auch das derzeitige Widerstandsrecht ist die geheime Wahl letztlich nur eine Scheinsicherheit die gegen einen autoritären Staat ohnehin nicht durchzusetzen ist. Die klassische Gewaltenteilung ist heute nicht mehr ausreichend. Jede Grundfunktion des Staates sollte durch einen eigenen Apparat wahrgenommen werden. Kontroll- und Gesetzgebungsfunktion die heute in der Legislative zusammengefasst sind, gehören getrennt. Speziell in Deutschland sollte die Legislative stärker von der Exekutive getrennt werden. Aus welcher wiederum die Kompetenz zur Ernennung der Administratoren herauszulösen ist. Eventuell sollten auch Administrative und Gouvernative getrennt werden. Verantwortung für gesamtgesellschaftliche Ziele darf nicht durch Gesetze wieder auf den Einzelnen zurückverlagert werden. Aus ideologischer Sicht wird dadurch eine zu starke Identifikation von Mitglied und Gesellschaft gefördert. Aus praktischer Sicht werden Kosten und Nutzen verschleiert und ungleich verteilt. Das beste Beispiel für einen solchen Vorgang sind die Immaterialgüterrechte. Sie sind nur dadurch begründet dass sie einem „greater good“ dienen. Die Kosten dafür werden durch einen scheinbaren Marktmechanismus solange umverteilt bis niemand mehr diesen Vorgang nachvollziehen kann. Interessengruppen können beliebig Argumente produzieren, warum einzelne Maßnahmen sinnvoll sind. Tatsächlich ist aber Implementation ebenso wichtig wie Innovation selbst, sie wird aber durch „Rechte“ an Ideen eher behindert. Innovation kann auch durch Wettbewerbe, klassische Forschungsförderung und Stiftungen in selbem Maße wie bisher ermöglicht werden. Besonders da der Anteil von Forschung und Entwicklung auch heute zwei Prozent des BIP nicht übersteigt, wäre ein solches Vorgehen aus dem Staatshaushalt durchaus zu finanzieren. Auch bestehen weitere grundsätzliche Zweifel an Immaterialgüterrechten: Ein Eigentumsrecht kann nicht nur begründet sein als Mittel zu einem dubiosen Zweck. Alle Rechte müssen von einem allein durch ein Individuum begründbaren Anspruch getragen sein. Ein solcher Anspruch ist für das Eigentum an materiellen Dingen durch den Besitz leicht herzustellen. Dieser kann aber nicht auf wirtschaftliche Verwertungsinteressen übertragen werden. Der Blick nur auf Copyright oder Patente greift aber zu kurz, auch Persönlichkeitsrechte aller Art sind nicht vernünftig herleitbar. Privatsphäre und Verdienstmöglichkeiten können nicht vom Staat garantiert werden sie müssen immer neu erkämpft werden. Sollten entsprechende Maßnahmen nicht eingeleitet werden steht zu befürchten, dass sich ein totalitärer Staat entwickelt.
Sprecher: | Peter Röttges | Sebastian Rothlauf | 
Links:
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SIGINT09_3215_de_bloggen_gegen_ueberwachung.mp4 view online 690.34 MB - 01:00 h
Bloggen gegen Überwachung
Wie manchmal ein Blog helfen kann, die Privatsphäre zu retten
Mein Freund Andrej Holm wurde im Sommer 2007 in unserer Wohnung von einem Sondereinsatzkommando der Polizei festgenommen. An diesem Tag erfuhren wir, dass ein Verfahren nach § 129a gegen ihn geführt und er also verdächtigt wurde, ein Terrorist zu sein. Er, ich, unsere Verwandten und Freunde und Freundinnen wurden schon seit einem Jahr überwacht. Zwei Monate nach der Festnahme habe ich angefangen, über das Innenleben einer Anti-Terror-Fahnung zu bloggen.
Wir haben nach und nach realisiert, was er bedeutet, Objekt vollständiger Überwachung zu sein. Telefone werden abgehört, E-Mails gelesen, Internet-Verkehr protokolliert und ausgewertet. Es waren Videokameras vor und hinter unserem Haus angebracht. Wir haben später Teile der Protokolle samt Interpretationen des BKA in den Akten gelesen. Wir haben unzählige Fehlschaltungen unserer Handys und das Verschwinden von E-Mails erlebt. Bei der Festnahme beschlagnahmte Geräte sind bis heute nicht zurückgegeben, weil das BKA damit erzwingen will, dass Andrej die Passphrases verschlüsselter Dateien übergibt. Das Verfahren läuft noch immer und auch die Überwachung. Unser Leben stand Kopf und tut das in gewisser Hinsicht immer noch. Andrej wurde nach drei Wochen freigelassen, und der Terrorismus-Vorwurf musste nach einer BGH-Entscheidung zurückgenommen werden. Der Irrsinn des Verfahrens geht bis heute weiter. Mein Blog annalist war zunächst eine Chronik aller seltsamen und unfassbaren Ereignisse in unserem neuen Leben. Es hat sich beruhigt, aber ist immer noch außergewöhnlich. annalist behandelt inzwischen auch viele andere Themen, aber die Wörter „Verfahren“, „Überwachung“, „BKA“, „Akten“ und „Terrorismus“ sind neben „Andrej Holm“ weiter die sichtbarsten in der Tag Cloud. Für mich war es erst eine Form, damit fertig zu werden, gewissermaßen Kollateralschaden im Verfahren gegen einen Staatsfeind zu sein. Auch eine Möglichkeit, vielen Interessierten viel mitteilen zu können. Und auch eine Form, mich den versessenen Staatsschützern nicht völlig macht- und hilflos auszuliefern. Und damit war das Bloggen – also das Veröffentlichen von Ereignissen aus meinem "Alltag" – eine Möglichkeit, mich gegen die Auflösung meiner Privatsphäre zu wehren.
Sprecher: | Anne Roth | 
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annalist
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SIGINT09_3223_de_strafverfolgung_2punkt0_statt_mittelalterlicher_pranger.mp4 view online 687.09 MB de 01:00 h
Strafverfolgung 2.0 statt mittelalterlicher Pranger
Der Fall Tauss als Lehrstück sozialer Exekution mit (neuen) Medien
Jan Mönikes ist der Berliner Partner von Schalast&Partner Rechtsanwälte und auf Internet- und Medienrecht spezialisiert, zudem selbst seit vielen Jahren politisch in diesen Bereichen aktiv. Als Rechtsbeistand des Bundestagsabgeordneten und CCC-Mitgliedes Jörg Tauss hat er den "Fall Tauss" von Anfang an begleitet.
Im Gespräch mit CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn sollen die Hintergründe des Ermittlungsverfahrens beleuchtet werden. Aufgrund des enormen Medieninteresses, der Informationspolitik der Ermittlungsbehörde und dem mindestens zeitlichen Zusammenhang zur Webseitensperren-Initiative von "ZensUrsula" könnte der Fall ein Lehrstück für den (problematischen) öffentlichen Umgang mit schwierigen Themen für die Zukunft sein.
Sprecher: | Andy Müller-Maguhn | Jan Moenikes | 
Links:
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SIGINT09_3226_de_analyse_von_daten_aus_ueberwachungsvorgaengen.mp4 view online 684.82 MB - 01:00 h
Analyse von Daten aus Überwachungsvorgängen; Werkzeuge der Geheimdienste
Die Überwachungsindustrie, Ihre Technologien und Ihre Auswirkungen
Die zunehemende Überwachung von Telekommunikationsdaten steht auch im Kontext mit einer neuen Industrie, die Werkzeugs zum analysieren von Datenströmen, Verkehrsdaten und anderen verfügbaren Datenquellen erstellt und verkauft. Diese Software, vermarket als "Intelligence Support Systems", bietet den Geheimdienst- & Kontrollfetischisten die Werkzeugs Ihrer feuchten Träume an.
Der Vortrag versucht einen groben Überblick über die in diesem Kontext verarbeiteten Daten, den zur Verfügung stehenden Werkzeugen und den technischen Möglichkeiten zu geben. Neben den technischen Details der Analyse von Verkehrs- & Verbindungsdaten, den Systemen zur Muster- & Spracherkennung, der Erstellung von Organigrammen und Bewegungsprofilen geht es auch um die Frage, wie die Erstellung und Vermartung solcher Produkte die Begehrlichkeiten der Staaten und somit die gesetzlichen Grundlagen verändert.
Sprecher: | Andy Müller-Maguhn | 
Links:
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SIGINT09_3228_de_unter_beobachtung.mp4 view online 688.51 MB de 01:00 h
Unter Beobachtung
Internet und Strafverfolgung
Das Internet steht unter Beobachtung. Der Vortrag erklärt, was die Ermittlungsbehörden interessiert, wie sie vorgehen und welche Rechte Betroffene haben.
Das Internet als rechtsfreier Raum? Diese Zeiten sind endgültig vorbei – wenn es sie denn jemals gab. Heute steht das Internet unter vielfältiger Beobachtung. Nicht nur beim Bundeskriminalamt, sondern auch auf Landesebene bewegt sich eine Vielzahl Polizeibeamter „anlassunabhängig“ im Netz. Onlinekriminalität (oder das, was zunächst dafür gehalten wird) ist auch in den Polizeibehörden vor Ort längst ein Thema; Ausstattung und Fachkenntnis der Ermittler verbessern sich stetig. Der Vortrag umreißt die wichtigsten Schnittstellen von Internet und Strafverfolgung: Identitätsmissbrauch Hackingtools (§ 202c StGB) Tauschbörsen (Urheberrecht) Kampf gegen Kinderpornografie Meinungsäußerungen in Foren und Weblogs („Wikileaks“) Im Mittelpunkt stehen die typischen Abläufe: Tatverdacht Hausdurchsuchung einschließlich Beschlagnahme von Hardware Ermittlungsverfahren Hauptverhandlung Anhand praktischer Fälle wird dargestellt, worauf sich Betroffene einrichten müssen, welche Rechte sie haben und wie sie am besten davon Gebrauch machen.
Sprecher: | Udo Vetter | 
Links:
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SIGINT09_3234_de_kommunikationsguerilla_revisited.mp4 view online 686.30 MB - 01:00 h
Kommunikationsguerilla revisited: Multitude und Subversion
Zur politischen Ökonomie der Symbole, Zeichen und Codes im Kognitiven Kapitalismus
Ausgehend von Formen politischer Praxis, wie sie in den 1990er Jahren im „ Handbuch der Kommunikationsguerilla“ beschreiben wurden, untersuchen die Autorinnen, in welcher Weise die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Dekade die Bedingungen für politischen Dissens, Protest und Subversion neu definieren.
Wenn es zutrifft, dass die Entwicklung zum Kognitiven Kapitalismus mit einer veränderten Bedeutung von Wissen, Images, Bildern und sozialer Kooperation für die „Wertschöpfung“ einhergeht, wenn von einer „Kulturalisierung der Ökonomie“ gesprochen werden kann, dann ergeben sich daraus eine Reihe von Fragen für die politische Praxis: Auf welcher Ebene und mit welchen Mitteln kann in einer solchen Gesellschaft erfolgreich interveniert werden? Welche Rolle können ästhetische Praktiken dabei spielen, die Produktionsformen des Kognitiven Kapitalismus erfolgreich zu stören oder zu unterbrechen? Wie ist die Rolle von „symbolischer Politik“ im Kontext des Kognitiven Kapitalismus zu verstehen? Wie sieht eine Kritik aus, die auf der Höhe der Zeit argumentiert? Die AutorInnen bilanzieren und reformulieren in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Konzepten und Praktiken der Kommunikationsguerilla und stellen die Frage nach neuen und weiterführenden Formen politischer Praxis.
Sprecher: | autonome a.f.r.i.k.a. gruppe | Sonja Brünzels | 
Links:
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SIGINT09_3235_de_cisco_ios_attack_and_defense.mp4 view online 684.50 MB - 01:00 h
Cisco IOS Attack & Defense
The State of the Art
The talk will cover the past, present and future of Cisco IOS hacking, defense and forensics.
Starting from the historic attacks that still work on less well managed parts of the Internet, the powerful common bugs, the classes of binary vulnerabilities and how to exploit them down to the latest methods and techniques, this session will try to give an attack centric view of the current state of affairs.
Sprecher: | FX of Phenoelit | 
Links:
Phenoelit
Cisco Forensics and IOS Security Wiki
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SIGINT09_3238_en_the_innermost_unifier.mp4 view online 687.34 MB en 02:00 h
The Innermost Unifier: The Corporate Anthem
Work, Music and Control
The Innermost Unifier: Today it's the Corporate Anthem A talk/audio performance by Johannes Grenzfurthner, monochrom (Vienna, Austria) Using different historical and current examples (especially from the area of the hardware/software-industry), Johannes Grenzfurthner gives a theoretical and applied - and not unamusing - overview on the musical genre of corporate anthems. Come and sing along. Powernapping is welcome, too.
The advancement of pre-capitalism (ie. the form of organisation for the social production of goods and of its distribution) to post-capitalism (ie. the form of organisation for all social relations in a particular economical ideology) is seldomly as apparent as in a modern company or enterprise, the most dominant type of organisation of the post-capitalist endeavor. The company has taken the place once inhabited by the factory. The factory thrived on the opposites of worker and owner. The modern company, however, is built around the core-idea of the post-antagonostic concept of work itself. The employees have become co- and sub-entrepreneurs. Yet of course they are not, which becomes evident when looking at who actually owns the means of production within the company. The employees however are being turned onto the illusion of being an active part, even a decision-making part of the "big family" (I love this company!). The modern company wants to return to the pre-capitalist crisis of class-struggle. That means: Contradictions within, and indeed clashes of interest take a step back behind the curtain of the "community". (A visit at the Google Campus in Silicon Valley illustrates this concept drastically). The return to old ideas of community also brings with it certain forms of rituals, like the usage of a corporate anthem. But there is no right feel-good in something that is wrong.
Sprecher: | Johannes Grenzfurthner | 
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monochrom
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SIGINT09_3239_en_harsh_conditions.mp4 view online 676.46 MB de 02:00 h
Harsh Conditions
Eine Rollenspiel-Extravaganza
monochrom will bring good old role-playing to the big stage.
Basic concept: The show will be a mixture of improvisational theatre, story telling and freeform role-playing, played with minimal rules and a greater focus on character or plot development, with the organizers as referees. Gamemaster: Johannes Grenzfurthner (using very minimalistic GURPS rule set) Players: Some of the prominent guests of SIGINT. But it's a secret. Storyline: Will not be discussed yet. But it's secret. Live Music: Jonathan Mann
Sprecher: | Johannes Grenzfurthner | 
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monochrom
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SIGINT09_3240_de_videospiel_comedy.mp4 view online 686.33 MB - 01:00 h
Videospiel-Comedy
und was sie uns über die Games-Kultur erzählt
Schon in den 1980er Jahren waren in Spielemagazinen kleine Nerd-Comicstrips zu finden, die amüsante Geschichten aus der damals noch verhältnismäßig unbekannten Welt von Computern, Spielkonsolen und Games erzählten. Mitte der 1990er kam der Schritt von den Zeichnungen hin zum Comedy-Video, das nochmals zehn Jahre später im Netz zu einer blühenden Subkultur gereift ist.
Gamer schätzen maßgeschneiderte Unterhaltung zu ihrem Hobby mindestens ebenso wie das Spielen selbst. Neben dem gewünschten Entertainment-Faktor erzählen uns Videospiel-Sketches aber auch viel über Besonderheiten des Mediums Computerspiel und die dazugehörigen Communities. Robert Glashüttner zeigt historische und zeitgenössische Video-Beispiele aus unterschiedlichen Kontinenten, analysiert Auffälligkeiten und stellt Zusammenhänge heraus.
Sprecher: | Robert Glashüttner | 
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SIGINT09_3243_de_antizensur_wikileaks.mp4 view online 686.72 MB - 01:00 h
Antizensur in Hochzeiten politischen Opportunismus und Kontrollwahns
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Wie in keinem Jahr nach Ende des 3. Reichs sehen sich Informationsfreiheit, das Recht auf freie politische und gesellschaftliche Bildung der Buerger und die Freiheiten der Berichterstattung politischen Opportunisten und manipulativer Propaganda ausgesetzt. Das Internet als wichtigste Innovation der Informationsgesellschaft ist akut bedroht durch macht- und kontrollhungrige Politiker, profitgierige Unternehmer und eine breite Masse von Propagandaopfern.
Die ueblichen Verdaechtigen kompensieren den Mangel an politischer Innovation und Kompetenz durch den Einsatz stigmatisierter Themen im Kampf um politische Macht, die klassischen Medien spielen immer bereitwilliger die Rolle des blinden Erfuellungsgehilfen und die Blogosphaere ist weit davon entfernt den missinformierten Mann auf der Strasse zu erreichen. Der Vortrag wird sich mit der Macht politischer Leaks beschaeftigen und aufzeigen wieso gerade diese Art von Enthuellungen das effektivste Mittel zur Kontrolle, Baendigung und erfolgreichen Bekaempfung dieser Problematik darstellen. Das Thema wird beispielhaft an den Enthuellungen zu Internetfiltern in Australien, einigen unserer europaeischen Nachbaarstaaten sowie der geplanten Zensur in Deutschland erarbeitet. Wir praesentieren eine Analyse des Propagandafeldzuges zum Schutze des Kindes des Inkompetenzteams der Bundesregierung, besprechen das nicht vorhandene Profil dieses Teams, stellen eine Analyse der geplanten Massnahmen vor und erklaeren wieso diese das beguenstigen was sie vorgeben zu bekaempfen. Auch werden erste praktische Mittel zur Aushebelung des in Deutschland geplanten "BKA-Gesetzes", sollte es zu dessen Umsetzung kommen, vorgestellt.
Sprecher: | wikileaks | 
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SIGINT09_3245_en_the_aesthetics_of_our_artificial_habitat.mp4 view online 686.68 MB en 01:00 h
The Aesthetics of our Artificial Habitat
How to come to terms with how beautiful we want the future to be
Form does not simply follow function. Form is a function of any artifact, because most of us might be cyborgs, yet we are still living, breathing, sensing beings. If our notion of functionality comprises human pleasure in addition to any specific tasks, a lot of today's technology, from housing and transport to industry and the latest gadgets seems quite dysfunctional. This talk will look at the causes of the obvious ugliness of a lot of current technology, as well as explain why it is far from necessary, and attempt to show some ways how technology could help to optimize this world (and be optimized itself) for human pleasure beyond most people's imagination.
Modern user interfaces, although heavily optimized for ease of use and accessible to many people who wouldn’t be able to read a book in its conventional form, don’t seem to care much about beauty. Even with tools used as often as Google, Wikipedia, Amazon, and JSTOR, it’s neither fun nor exciting to use any of them, per se (that is, without the stuff found). Don’t be fooled by all the graphic design talk surrounding the web and the gadgets with which we access it. Compared to other objects they are still ugly. Something as sleek as a macbook isn’t actually that good looking. It is just good looking compared to other computers. Beyond those, even sextoys, seemingly optimized for pleasure, are usually so heidously ugly that it seriously lessens their usability. After all, I don’t really want go to bed with something that I don’t want look at, or that just doesn’t feel good overall. And the list of unnecessarily ugly objects goes on and on and ... But there is no reason why it should stay that way. There is no reason why our working with and access to information should be dull compared to the Middle Ages. Quite the contrary - I think we can easily outdo them not just in efficiency, but in beauty and pleasure, too. There is no reason why cities should be any less beautiful than the countryside. And I’m not talking about affirming the negative here, about liking something because you have just looked at it so often, for so long, or calling something ‘nice’ because it is so ugly it's already cute again. This is not about rebuilding something we already have - it is about making use of all the abstraction and distortion we’re already used to handle and taking it to a new level. The optimization of technology for full on sense perception, the pleasures of our cyborgness, the nuances, the textures, the ways things fall apart.
Sprecher: | Oona Leganovic | 
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SIGINT09_3246_en_culture_hacking_and_evolutionary_technologies.mp4 view online 677.19 MB en 01:00 h
Culture Hacking and Evolutionary Technologies
Considered, Synthesized, Digested, and Defecated.
VJ Scott Beibin of Lost Film Fest and Scientists Are The New Rockstars (USA) presents an hour long presentation incorporating storytelling and modern media archaeology by exploring the means in which media has been used by the forces of social change to achieve great feats of mass information dissemination and meme manifestation.
Beibin believes that when the proprietary forces of intellectual property and militarism began to dabble with concept of creating a global communication system with the arpanet, it marked the beginning of a new era in human evolution of thought unbound, as well as the beginning of the collapse of institutional market and social control as it began it's clamor towards suicide. The question remains as to what to create from the wreckage of this particular economic collapse how the occupants of our backwater planet in the western spiral arm of the milky way galaxy can help to steer this ship toward a direction that implies survival of life on earth.
Sprecher: | Scott Beibin | 
Links:
http://lostfilmfest.com
http://eviltwinbooking.com
http://scientistsarethenewrockstars.com
http://hollywoodcansuckit.com
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SIGINT09_3247_de_keynote_tag1_control_and_surveillance.mp4 view online 691.24 MB - 01:00 h
Keynote Tag 1: Control and Surveillance
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Sprecher: | Jens Ohlig | 
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SIGINT09_3248_de_keynote_tag2_pranks_bugs_and_insecurities.mp4 view online 688.93 MB de 01:00 h
Keynote Tag 2: Pranks, Bugs, and Insecurities
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Sprecher: | FX of Phenoelit | 
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SIGINT09_3249_en_keynote_tag3_the_future_of_everything.mp4 view online 689.75 MB - 01:00 h
Keynote Tag 3: The Future of Everything
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Sprecher: | Nick Farr | 
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SIGINT09_3250_de_computerspiele_und_gesellschaft.mp4 view online 670.67 MB de 02:00 h
Computerspiele in der Gesellschaft
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Wo immer häufiger das Verbot einzelner Computerspiele oder ganzer Spielegenres gefordert wird, scheinen Computerspiele an sich kaum mehr Anerkennung als etabliertes Kulturgut zu bekommen. In diesem Spannungsbogen möchten wir mit Vertretern von Spieleherstellern und Spielern sowie Politik und Wissenschaft diskutieren.
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Sprecher: | Christoph Brüning | Frank Pinter | Holger Klein | Malte Spitz | 
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SIGINT09_3257_de_software_patente_nicht_schon_wieder.mp4 view online 679.41 MB de 01:00 h
Software-Patente. Nicht schon wieder!
Es geht wieder los. Diesmal ist es aber vielleicht das letzte Mal.
Software ist nicht patentierbar. Das Gesetz besagt eindeutig: "Als [patentierbare] Erfindungen [...] werden insbesondere nicht angesehen: [...] Programme für Datenverarbeitungsanlagen." (Art. 52 Abs. 2c EPÜ)
Leider sieht das Europäische Patentamt (EPA) das anders. Derzeit wendet sich das EPA mit der Frage nach der Patentierbarkeit von Software an seine eigene Große Beschwerdekammer. Es geht darum, wie man Art. 52 EPÜ so lesen kann, daß er z.B. ein Patent auf einen Datenkompressionsalgorithmus zuläßt. Parallel arbeitet die EU-Kommission am United Patent Litigation System (UPLS). Dieser Regelung zufolge läge die letzte Entscheidung über die Rechtmäßigkeit erteilter Patente bei Patentrichtern - und damit quasi in den Händen derjenigen, die vorher die Patente erteilt haben. Am 6.7.2005 hat das EU-Parlament einen Versuch, Software-Patente zu legalisieren, mit nahezu Dreiviertelmehrheit abgeschmettert. Am 7.6.2009 wird ein neues EU-Parlament gewählt. Wie dieses zu Software-Patenten stehen wird, ist völlig offen. Unser Engagement ist jetzt gefragt, um die Öffentlichkeit und das EU-Parlament zu informieren und die Vorstöße des EPA und der EU-Kommission abzuwenden. Diesmal besteht sogar die Chance, Software-Patente dauerhaft loszuwerden.
Sprecher: | Peter Gerwinski | 
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